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Von unter der ersten der drei Josefskuppeln nach Osten, den nördlichen Narthex entlang ‚sehend‘, bis zum Johannes- äh Venezia/Marien-Portal  des Querschiffs der goldenenMaekusbasilika, nach der hier vierten, der Moseskuppel. Links ‚neben dem Foto‘ die Piazetta de leonini und rechts ‚davon‘ das St. Pieter Seitenschiff vorstellbar.

Gleich drei (bis alle vier) Kuppeln und drei (bis immerhin vier der) Wandbereiche bilden, über die / von den zehnten, und insofern / strukturell finalen,  ‚Hervorbringungen‚in der Genesis‘ / bereschits, nämlich:  יַעֲקׄב Jakobs \ Israelsישׂראל,mächtig‘ konzentriert auf  יוֹסֵף Josef (ben ja‘akow) und seine Brüder /‘atijm/ אַחִים,  den weitaus umfangreichsten (mithin jedenfalls hier wohl wichtigsten), musivischen Zyklus, zumal des ‚vorausgesetzten‘ Atriums (annähernd – eben bis auf/neben das (oder doch  ‚mit dem‘?)östliche(n) Viertel‘, von/mit Moses מֺשֶׁה respektive der (mindestens doppelt doppelseitigen: jeweils ‚schwarz-brennend geschriebenen‘ und\aber   ‚mündlich weiß-feurig angewandten‘ , sowohl ‚hallachisch-normativen‘, als auch umfänglich ‚h/aggadisch-narrativen‘) Tora   – die gesamten ‚Deckenbereiche‘ der nördlichen Vorhalle einnehmend), sowie der Goldenen Markusbasilika zu Venedig überhaupt. – Eben durchaus Herrschaftsentscheidungn, des und der, über den und die Menschen – in wessen/welchen Namen auch immer – gewidmet.

Von unter der  Abrahamskuppel‘, im Westnarthex, in Hauptrichtung Norden ‚sehend‘ die ‚erste Josefskuppel‘ über der Ecke mit dem St. Alipius Portal. Piazza di San Marco also links ‚vom‘ und  Naos respektive St. Peter Seitenschiff rechts ‚diesseits von dem Foto‘ vorstellbar.

 

[An, respektive unter oder in, Kuppeln von San Marco zu Venedig musifisch (anstatt etwa ‚museal‘) repräsentiert, immerhin gemeint, bis hier auszugsweise textlich serviert]   

בראשית פרק

Genesis Chapter

[Auch in einem wörtlichen Sinne  eine, durchaus lückenhafte Fortsetzung an Textauszügen des ersten Mosebuches der תורה]

 

 

    Dass/Falls erst die Geschichte Josephs/Josefs (ab Genesis/bereschit 37) ‚den Übergang‘(sic!) von ‚der Vätergeschichte‘ (sic! eine dem Bibeltext  deutend hinzugefügte ‚Überschrift für‘ / Zusammenfassung von sieben, bis aller neun vorher stehenden, der anfänglichen zehn /toledot/ eine ‚interne/eigene Gliederungsstruktur‘ des 1. Nosebuches überhaupt; vgl. S.R.K.) zur ‚Geschichte (sic! – wie ja das hebräische  so  gern übersetzt wird) Israels‘ (gleich gar rüber mit/zurErwählung Moses‘) bedeute – was christlichen Theologien nicht gerade selten behagen mag – muss ja Venezsias Entscheidungen – ngerade diese Teile ausgerechnet so (zumal ‚heimlich‘, ohne Israels-Namensnennung) von ‚dem was aus Jakob geworden‘ seinen /toledot/  , in diesen Arten und Weisen  zu repräsentieren / erwähnen / verwenden / beanspruchen – nicht vollständig / hinreichend erklären / motivieren. [Zitate zu venezianischen Relationen mit der ‚Josefsgeschichte]

[O.G.J.‘s Mind-Map-Inhalte/Debatte der ‚Josefsgeschichte‘ aus Synagogengesorächen von und mit Michael Shashar (Schereschewsky) 1997 und musivische Motive San Marcos Atrium zu Venedig. – Zumal ‚gegenüber‘  Mosaik-Aufnahmen und Textteilen aus Genesis/bereschit/1.Mose 35, 37-46 von Helmuth Niels Lose mit Überlegungen von Gisela Hellenkemper Salies 1987]   „Tief ist der Brunnen der Vergangenheit, sollte man ihn nicht unergründlich nennen?“ (fragt ja immerhin Thomas Mann in ‚Josef und seine Brüder‘)

 G.H.S. bemerkt (in ihrem Nachwort) u.a. die uns so gegenwärtig vertraut erscheinende Nähe zu den / Nachvollziehbarkeiten der (bereits/als/seit ‚schon vor langer Zeit‘) geschilderten Ereignissen. „So nimmt nicht wunder, daß die Josefsgeschichte durch die Jahrhunderte lebendig [sic!] blieb und in Literatur und bildender Kunst immer wieder behandelt wurde. Dabei geriet das biblische Grundthema [sic!] der Erzählung - die göttliche Lenkung al1er Verirrungen menschlicher Schuld zu einem gnädigen Ende - ebenso in den Hintergrund wie die Frage nach dem historischen Umfeld,“  - „In der christlichen Auslegung  […] verstand man das Schicksal Josefs als Gleichnis der Passion und Auferstehung Christi: Wie Josef vom Vater zu den Brüdern gesandt wurde, so Jesus zu den Menschen [sic! Zumindest aus jüdischer Persoektieve / Erfahrung eine eher ‚verharmlosende‘ Darstellungsweise, häufig wesentlich schärfer bis bösartig kontrastierter Diskriminierung mancher; O.G.J.].

Josef wurde ebenso [sic!] wie Jesus von seinen Bürdern verraten und sogar verkauft. Die Erhöhung Josefs zum Herrscher in [sic!] Ägypten wies hin auf die Auferstehung und den Triumph Christi. Josef als Retter seines Volkes entsprach Christus als Retter der Menschheit.“ Was zwar für die christliche Literatur von großer, umfänglich thematisierter, Bedeutung [zumindest] gewesen sei, nicht aber in der Bildenden Kunst der Spätantike und des Mittelalters, wo diese Geschichte nur ‚rein‘ narrativ erzählend dargestellt – scheinbar, bis angeblich, nicht gedeutet – worden sei. Gerade diese Auffassung verkennt, durchaus mit G.H.S. selbst, allerdings all jene, durchaus nicht alternativlosen künstlerischen, Darstellungsentscheidungen, die namentlich vom sogenannten ‚idiomatic/iconograpgic turn‘ der Philosophie / Kunstgeschichte bemerkt werden. Nicht etwa weniger als ‚verbalsprachliche Bilder‘ erweisen sich auch und gerade ‚optische Darstellungen (auch Fotographie und Film, live-stream pp.) als nicht etwa neutrale, nebensächlich oder gar besonders ‚wahre/authentische‘ – doch gleichwohl als besonders wirkmächtige – Illustrationen.  Zu den spezifisch venezianischen Anspielungen und Vereinnahmungen  speziell dieser Geschichte für Venedigs Selbstverständnis kommt/gehört auch, dass/wo sie so gut und allgemein verbreitet bekannt (jedenfalls war) auf eher vereindeutigende, weitergehende,  Interpretationen verzichten zu können, und zu wollen. [Dem gegenüber werden sich hier wohl etwas ausführlichere textauszüge, als die Beschiftung der Mosaiken, manchmal nicht vermeiden lassen – gleichgar da/wo deren Übersetzungen bereits unvermeidlich, bis absichtlich oder gar kaum bemerkt, deutend und Deutungen sind, und aufzeigen mögen.]

Eine der ausführlichsten. musivischen Bearbeitungen befinde sich jedenfalls in der Vorhalle von San Marco zu Venedig. „Den Darstellungen aus dem Leben [sic!] Josefs sind drei Joche der Vorhalle gewidmet. In etwa 40 Szenen werden in den Kuppeln, in Lünetten und Wandnischen die Ereignisse von Josefs Jugend bis zu seinem Wiedersehen mit Benjamin in Ägypten erzählt.“

Bei aller Treue der Künstler des 13. Jahrhunderts zu den Bild-Vorlagen (namentlich der Cotten-Genesis) „konnten [sic! bis s/wollten gar eher; O.G.J.] sie ihre eigene künstlerische Handschrift nicht völlig verleugnen, die sich im Laufe der langwierigen Arbeiten in der Vorhalle immer stärker ausprägte und besonders in der zweiten und dritten Josefskuppel deutlich faßbar“ werde.

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„Die Josefsgeschichte von San Marco beginnt in der Kuppel des Eckjoches der Vorhalle. Zwölf Szenen folgen am Kuppelrand friesartig aufeinander (Abb. 3 [des Buches]). Ein doppeltes Schriftband mit lateinischen Erklärungen schließt den Figurenfries oben ab. Der ganz mit Goldglaswürfeln ausgelegte Grund der Kuppel hebt die Darstellungen in eine übernatürliche, entrückte Sphäre.

Den Scheitelpunkt der Kuppel betont ein rundes Omamentfeld. [Abb.]

Thema der ersten Josefskuppel sind die Ereignisse aus Josefs Jugend in Kanaan. Den Anfang bilden, in einer Szene zusammengezogen, die beiden Träume Josefs, die den Haß der Brüder unheilvoll schüren sollten (Abb. 4). Neben dem schlafenden Josef sind die elf Garben der Brüder liegend vor der aufrechten zwölften Garbe dargestellt, eine Vereinfachung gegenüber dem Text der Bibel, dem zufolge die sich neigenden Garben der Brüder die des Josef umringen. Am oberen Rand der Szene weist ein Himmelssegment mit Sonne, Mond und elf Sternen auf den zweiten Traum Josefs.

Die Brüder, denen Josef von seinem Traum berichtet (Abb. 5), sind als dichtgefügte Gruppe wiedergegeben.

Die Unterhaltung mit Josef führt, der Gestik nach zu urteilen, der vordere, durch einen Bart hervorgehobene Bruder, in dem wohl Ruben, der Älteste, zu erkennen ist. Die vornehme Kleidung Josefs - Hinweis auf den ,bunten Rock' des Bibeltextes - hebt sich von den einfachen Hirtengewändern der Brüder ab. Derselbe Gegensatz zwischen dem für sich stehenden, reich gekleideten Josef und der Gruppe der Brüder kennzeichnet auch die Szene, in der Josef dem Vater und den Brüdern seinen zweiten Traum erzählt (Abb. 6). Jakob sitzt in herrscherlicher Haltung auf einem Thron, dessen verziertes Polster Ruhen ehrerbietig zurechtrückt, ein genrehaftes Detail das vermutlich von den Künstlern des 13. Jahrhunderts eingeführt wurde.

Auf die Begegnung mit dem Mann, der Josef in Sichem den Weg zu den Brüdern weist (Abb. 7), folgt das Treffen mit den Brüdern, die bei Dotan die Herden weiden.

Die spannungsgeladene Atmosphäre dieser Begegnung kommt in den finsteren Mienen der Brüder zum Ausdruck, die den in seinen ,bunten Rock' gekleideten Josef schon von ferne erblicken. Der sich in der Gewalttat entladende Haß der Brüder ist auf das Bild 8 verkürzt, wo drei der Brüder den nackten wehrlosen Josef in den Brunnen hinabstoßen. Die nach der Tat noch andauernde Erregung äußert sich in den heftigen Gebärden der Brüder beim anschließenden Mahl. In der oberen Bildhälfte ziehen die midianitischen Kaufleute auf ihren Kamelen heran, Die goldgestreiften, den Oberkörper freilassenden Gewänder, die Stirnbinden und die goldenen Armreifen betonen die fremdartige [sic!] Erscheinung der dunkelhäutigen Midianiter (Abb. 10).

Nachdem die [sic! eben nicht alle gemeinsam; O.G.J.] Brüder Josef wieder aus dem Brunnen herausgezogen haben (Abb. 9), verkaufen sie ihn an die fremden Händler, die als Kaufpreis ein Geldsäckchen überreichen. Anschließend brechen sie mit Josef nach Ägypten auf (Abb. 11) Die letzten Szenen der Kuppel zeigen die Trauer und Verzweiflung Rubens, der den Brunnen leer findet (Abb. 12), und Jakobs, dem das blutbefleckte Gewand Josefs gezeigt wird (Abb. 13). Beide sind mit an der Brust zerrissenem Gewand und  emporgeworfenen Armen dargestellt.

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Die Josefsgeschichte nimmt im anschließenden Joch der nördlichen Vorhalle ihren Fortgang. Schon auf den ersten Blick zeigt sich in der bildnerischen Gestaltung der Mosaiken ein Gegensatz zur ersten Kuppel. Die Anordnung der Friese am Kuppelansatz ist zwar gleich, doch die Figuren der zweiten Kuppel sind deutlich höher, das Schriftband ist breiter und das ornamentale Zentralmedaillon größer (Abb. 20). Entsprechend ist der Goldgrund weniger dominant. Eine starke Farbigkeit mit lebhaften und sehr intensiven Tönen steigert [G.H.S., S. 77] den Gegensatz zur ersten Kuppel. Die einzelnen Szenen sind breiter und detailreicher, so daß in der zweiten Kuppel nur neun Szenen gegenüber zwöf in der ersten Platz finden. Die Gewänder sind reicher und bewegter, Haltung und Ausdruck der Figuren differenzierter.

Ganz offensichtlich haben die Künstler dieser Kuppel bei der Wiedergabe der spätantiken Vorbilder dem Stilempfinden ihrer eigenen Zeit stärker nachgegeben [sic! waren zumindest entstehungszeitlich weiter davon entfernt; O.G.J.]. Eine größere Unabhängigkeit gegenüber der Vorlage macht sich besonders in den phantasievollen Hintergrundarchitekturen bemerkbar.

In sechs Szenen der Kuppel wird in großer Ausführlichkeit das Leben Josefs im Haus des Ägypters Potiphar dargestellt, von seiner Ankunft (Abb. 14) über seinen Aufstieg zum Verwalter (Abb. 15), die Versuchung durch Potiphars Weib (Abb. 16), seine Flucht vor ihr (Abb. 17), seine Verleumdung durch die abgewiesene Frau (Abb. 18) bis zu seiner Verurteilung durch Potiphar (Abb. 19). Die letzten Szenen der Kuppel zeigen das Urteil des Pharao über den Bäcker und den Mundschenk (Abb. 21), die Träume der beiden Verurteilten (Abb. 22) und die Deutung ihrer Träume durch Josef (Abb. 23).

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In den Pendentifs wird die Geschichte fortgesetzt: Entsprechend der Weissagung Josefs ist der Mundschenk wieder in sein Amt eingesetzt und wartet dem Pharao auf (Abb. 24), der Bäcker aber wird gekreuzigt (Abb. 25).

Der Traum Pharaos von den sieben fetten und den sieben mageren Kühen ist auf zwei Pendentifs verteilt (Abb. 26/27). Beide Mosaiken wurden im 19. Jahrhundert neu gesetzt und können sich in der künstlerischen und technischen Qualität nicht mit den Arbeiten des 13. Jahrhunderts messen. Ein Vergleich mit der thematisch wie ikonographisch sehr ähnlichen Darstellung von Pharaos zweitem Traum in der gegenüberliegenden Wandlünette - der Traum von den sieben vollen und den sieben dürren Ähren (Abb. 28) - zeigt deutlich diesen Qualitätsunterschied.

In den Mosaiken der Wandlünette - oben der zweite Traum des Pharao, darunter die drei ägyptischen Traumdeuter vor dem thronenden Herrscher (Abb. 29) und der Mundschenk, der dem Pharao von Josefs Traumdeutungen erzählt (Abb. 30) - ist ein Höhepunkt technischen und bildnerischen Könnens erreicht.

Das plastische Volumen der Figuren, die fein abgestuften Schattierungen der Gewänder, Ausdruck und Haltung der Dargestellten finden in den älteren Mosaiken der westlichen Vorhalle nichts Vergleichbares.

Wie groß die technische Überlegenheit und der Unterschied in der künstlerischen Konzeption gegenüber der ersten Josefskuppel ist, offenbart der Vergleich zwischen den Szenen der Traumdeuter vor Pharao (Abb. 29) und den Midianitern bei Josefs Brüdern (Abb. 9/10), einer der reichsten Szenen der [ersten] Kuppel.

Die Unterschiede zwischen den Mosaiken der ersten Josefskuppel und denen im anschließenden Joch des nördlichen Flügels lassen auf eine längere Unterbrechung der Mosaikarbeiten schließen, die vielleicht eine Generation lang andauerte. Der Anlaß für diese Unterbrechung ist uns nicht bekannt. Als man nach einiger Zeit die Arbeiten wieder aufnahm, hatten nicht nur die ausführenden Künstler gewechselt, sondern auch die Einstellung gegenüber der Aufgabe[sic!], die spätantiken Vorbilder angemessen wiederzugeben.

Bei der Darstellung der Geschehnisse im Hause Potiphars oder am Hofe des Pharao fällt auf, daß Kleidung und Aussehen der Ägypter in keiner Weise der Zeit der geschilderten Ereignisse angepaßt sind. Der Spätantike, in der die Miniaturen der Vorlage geschaffen wurden, war eine solche historisierende Einstellung fremd. Man hatte weder den Wunsch noch das Wissen, einen Ägypter des 2. Jahrtausends vor Christi Geburt realistisch abzubilden; vielmehr stellte man die Handelnden als Zeitgenossen dar. Dies tat man um so unbefangener, als es nicht um die Wiedergabe historischer Ereignisse ging, sondern um ein Geschehen von zeitloser Bedeutung.

Die Venezianer übernahmen die spätantike Bildersprache. Die Kontinuität der byzantinischen Tradition, die auf die venezianisehe Tradition eingewirkt hatte, ließ dem Betrachter das Dargestellte zwar nicht als fremd erscheinen, rückte es aber noch stärker in eine zeitlose, vom Alltäglichen [sic!] abgehobene Sphäre.

Trotzdem [sic!] scheuten sich die mittelalterlichen Künstler nicht, zeitgenössische Details einzubringen, wie etwa die gotische Fensterrosette (Abb. 24) oder die Krone des Pharao (Abb. 21).

Das erste Auftreten Josefs vor Pharao, seine Deutung von dessen Träumen und seine Berufung zum Reichsverweser hatten ihren Platz in der Apsis dieses Joches, sind aber im 17. Jahrhundert durch ein völlig neu entworfenes Mosaik ersetzt worden.

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Der Zyklus des 13. Jahrhunderts nimmt in der Kuppel [G.H.S., S. 78} des anschließenden Joches seinen Fortgang. Der Figurenfries der dritten Josefskuppel (Abb. 31) ist streng symmetrisch aufgebaut: Die eine Hälfte der Kuppel enthält vier Szenen, in denen das Wirken Josefs als Würdenträger in Ägypten dargestellt ist, in den vier Szenen der zweiten Hälfte wird die Aussendung der Brüder nach Ägypten und ihre Begegnung mit Josef geschildert.

Zwei Szenen der ersten Hälfte sind den Ereignissen der ,fetten', zwei denen der ,mageren' Jahre gewidmet. Die Pyramiden, die in der ersten und letzten Szene dieser Hälfte den Schauplatz von Josefs Wirken anzeigen, trennen zugleich beide Teile optisch voneinander ab.

Zu Beginn des Frieses wird Josefs Vorsorge für die geweissagten Hungerjahre gezeigt (Abb. 32): Unter seiner Aufsicht sind drei Arbeiter damit beschäftigt, einem vierten, der sich in einer Pyramide befindet, Komgarben anzureichen. Zwischen den vorderen drei Pyramiden werden die Spitzen von zwei Stufenpyramiden im Hintergrund sichtbar. Aus der Darstellung ergibt sich, daß die Pyramiden hier nicht als Begräbnisstätten der Pharaonen verstanden sind, sondern als Kornspeicher. [sic! Eine auch für und in Venedig derat zentral wichtige Angelegenheit, dass der Getreideeicher das Stadtbild von San Marco jahrhundertelang prägte; O.G.J.] Die Deutung der Pyramiden als die von Josef errichteten Vorratshäuser geht auf eine Legende zurück, die sich seit frühchristlicher Zeit nachweisen läßt.

Das nächste Bild faßt private Begebenheiten dieser Jahre in Josefs Leben zusammen. Josef betritt seinen Palast, in dem Asenath, seine ägyptische Gemahlin, auf einem kostbar verzierten Bett ruht (Abb. 33). Vor dem Bett steht ein Tischchen mit Erfrischungen. Eine Dienerin hält Josef den neugeborenen Ephraim entgegen; der Erstgeborene, Manasse, erscheint reich gekleidet im Vordergrund.

Eine eindrucksvolle und bewegte Szene steht am Anfang der Ereignisse in den Dürrejahren (Abb. 34). Josef, als Würdenträger auf einem Podest stehend, wird von einer bewaffneten Leibgarde gegen die aufgebrachten Ägypter abgeschirmt, die Korn fordern. [sic! Auch Venzias Würdentrger wurden bei Bedarf und manche wie der Doge und Mitglieder des sogenannten ‚Zehnerrates‘ ständig, von bewaffneten Militäreskorten begletet; O.G.J.] Ein ungewöhnlich weiter Abstand kennzeichnet den Gegensatz zwischen den Herrschenden und dem hungernden Volk.

Die Kornverteilung aus den angehäuften Vorräten (Abb. 35) bildet den Abschluß der Darstellungen in der ersten Hälfte der [dritten] Kuppel. Der thronende Josef ist wiederum von Bewaffneten umgeben. Während Josef in den Jahren des Überflusses von einem waffenlosen Gefolge begleitet war (vgl. Abb. 32), tritt während der Hungerjahre eine bewaffnete Garde auf - ein realistischer Hinweis auf die politischen Spannungen der [sic! bis eben jeder derartigen Krisen-]Zeit.

Josef erscheint, verglichen mit seiner jugendlichen Gestalt in den frühen ägyptischen Jahren, in dieser [den Zyklus abschließenden] Kuppel als gereifter, bärtiger Mann.

Die zweite Hälfte des Kuppelfrieses wird von der Begegnung mit den Brüdern bestimmt. Der grauhaarige,in einem Nischenbau thronende Jakob schickt seine Söhne nach Ägypten, um dort Korn für die hungernde Sippe in Kanaan zu kaufen (Abb. 36). Wieder ist es Ruben, der Älteste, der die Unterhaltung führt. Der ufbruch der Brüder und ihre Ankunft in Ägypten sind im Mosaikzyklus nicht dargestellt. Auf die Aussendung folgt unmittelbar die Beschuldigung der Brüder als Spione und die Ergreifung des vordersten durch ägyptische Soldaten (Abb. 37).

Zu den Schlüsselszenen der Erzählung gehört das Schuldgeständnis der Brüder, die ihre Einkerkerung durch den vermeintlichen Ägypter, in dem sie ihren Bruder noch nicht wiedererkennen, als gerechte Strafe Gottes für ihr Verbrechen an Josef begreifen. In Gestik und Haltung drückt sich ihre Reue und Verzweiflung aus. Josef wendet sich voll innerer Bewegung ab und trocknet mit dem Gewand seine Tränen. Der Knabe, der zwischen Josef und der Gruppe der Brüder steht, ist vermutlich Manasse, Josefs Erstgeborener, der einer jüdischen Legende zufolge von Josef zum Dolmetscher bestellt war (Abb. 38). Die Ergreifung Simeons als Geisel bildet den Abschluß des Kuppelfrieses (Abb. 39).

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Die letzten Szenen des Josefszyklus befinden sich auf der Wandlünette dieses Vorhallenjoches (Abb. 40). Zunächst wird die Rückkehr der Brüder nach Kanaan geschildert,  wie sie ihre Säcke, in die Josef die Geldbeutel hat hineinlegen lassen, vor Jakob ausleeren (Abb. 41).

Unter diesem Bild reihen sich drei weitere Szenen aneinander:

Die Einwilligung Jakobs zur Reise Benjamins nach Ägypten (Abb. 42), der Aufbruch zur zweiten Reise der Brüder (Abb. 43) und ihre Ankunft vor Josefs Haus (Abb. 44). Hier bricht die Josefsgeschichte ab.

Der abrupte Schluß entspricht sicher [sic!] nicht der ursprünglichen Konzeption. Die Cotton-Genesis enthält nach der Szene mit Benjamin vor Josefs Haus noch etwa 40 weitere Miniaturen. Vermutlich sollte zunächst die gesamte nördliche Vorhalle der Josefslegende vorbehalten bleiben. Aus uns unbekannten [sic! die Urkunden scheinen verloren, gleichwohl mögeimmerhin  einige theologische Beweggründe einer möglichen  Debatte naheliegen: So enden weder die ‚Geschichte/Herborbingungen Jakobs/Israels‘ in Ägypten noch eine ‚Heilsgesichte‘; die Ansprüche christlicher Deutungen –   gleich gar Subsituitionslehren – beziehen sich/Jesus derart basal auf Mose und die Tora, dass wohl kaum ernstlich vollständig darauf verzichtet werden sollte, sich diese wenigstens soweit anzueignen  ; O.G.J.] Gründen entschloß man sich jedoch zu einer Programmänderung  [G.H.S., S. 79] und widmete das letzte Joch der Geschichte des Moses.

Die Mosaiken der dritten Josefskuppel und der zugehörigen Wandlünette bilden den künstlerischen Höhepunkt des gesamten Mosaikzyklus in der Vorhalle.

Gegenüber der Vorlage, den spätantiken Miniaturen, sind in diesem Abschnitt die stilistischen und ikonographischen Abweichungen am größten - Weichfallende, üppig drapierte Gewänder betonen die naturnahe Körperlichkeit der Figuren. In Körperhaltung, Gebärden und Mimik kommen die unterschiedlichen seelischen Situationen zum Ausdruck. Charakteristisch ist die liebevolle Ausmalung genrehafter Szenen, etwa das Einlagern oder das Austeilen des Korns (Abb. 32, 35). Die Farbpalette ist reich, aber weniger grell als in der zweiten Kuppel, die Gesamtwirkung erscheint harmonischer. Im Gegensatz zu den älteren Mosaiken der Vorhalle, wo die Figuren frei vor dem Goldgrund schweben, stehen in der dritten Josefskuppel alle Figuren in einem durch Geländestreifen und Bauten umgrenzten Raum. Die spätantike Vorlage, die zu Beginn der Arbeit die Mosaiken stark prägte, hat in dieser Kuppel viel von ihrer Vorbildhaftigkeit [sic!] eingebüßt.“

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„Den Anstoß zur Ausschmückung der Vorhalle von San Marco mit einem kostbaren Mosaikzyklus gab die Eroberung Konstantinopels durch Vendig und das Heer der Kreuzfahrer im Jahre 1204. Der Sieg über das Byzantinische Reich ließ Venedig zur beherrschenden Macht im Mittelmeer werden. Grenzenloser [sic!] Reichtum floß in die Stadt. Die Kirche des heiligen Markus, Palastkapelle des Dogen und Staatskirche der Serenissima, führte in ihrer Pracht den Bürgern wie der übrigen Welt den Rang der siegreichen Republik vor Augen. Die Mosaikarbeiten in der Vorhalle begannen bald nach der Eroberung Konstantinopels, um 1220 war die erste Kuppel fertiggestellt. Der Abschluß des Josefszyklus erfolgte jedoch nicht vor dem späten 13. Jahrhundert. Dieser Zyklus beanspruchte den größten Raum in der Vorhalle. […]  Ägypten, der Schauplatz der meisten Szenen, hatte einen besonderen Bezug zu Markus, dem Patron der Kirche und des Staates. Aus Ägypten hatten die Venezianer den Leichnam des Apostels geraubt, der als Bischof in Alexandria das Martyrium erlitten hatte. Dem gläubigen [sic!] Betrachter der Mosaiken offenbarte sich so ein enges Band zwischen der alttestamentlichen [sic!] Herrschergestalt des Josef und dem mächtigen Schutzheiligen der Stadt.“ (G.H.S., S. 80)

 

 

Genesis Kapitel 35

Problemstellungen / Methodisches bei/mit Mi.Sh. den ‚Wissenschaft versus Religion‘ sowie (bis also; O.G.J.) ‚Prädestination vs. verantwortliche Willensfreiheit‘ interessieren. Unterschiede bemerkend / beschreibend  zwischen

anthropozentrischer Auffassung (gar ‚christlichem‘ – insoweit Juden gleichwohl weder unbekanntem, noch von/bei/unter ihnen etwa vollständig überwundenes oder verworfenes [O.G.J.] – Paradigma)

und/aber

teleozentrischer Auffassung (gar eher ‚jüdischem‘ Paradigma)‘.

Frage nach dem Wesen Gottes (implizit: ihn zwangsläufig vermenschlichend).

Fragen nach der (weit) entfernten Zukunft (Messias etc.).

Verdacht: Flucht vor der Gegenwart

Interesse daran, welche Beziehung der Mensch zu Gott hat?

Fragt nach der Bewältigung des Jetzt,

kümmert sich vorwiegend/hauptsächlich um irdische Dinge und Ereignisse.

An/Als Gemeinsamkeit unter (ohnehin schwer exakt definierbaren) Juden erkennt und betont Mi. Sh. Eben nicht Inhalte der Gedanken über Gott und Bibel gleich zu haben/machen: Vielfalt und Widersprüche sind (hinsichtlich der Gedanken) vorhanden und zulässig. – Sondern Verpflichtung auf gleiche [MiTZWoT] Gebote/das Gesetz [ToRaH], implizit: hinsichtlich der Taten gibt es Regelungen/Gemeinsamkeiten (unter/der Juden – mit den Herausforderungen deren Zustandekommen, Durchführung, Beurteilung etc. betreffend).

‚Ich glaube[sic!] an Gott‘ (vgl. ‚Ich fürchte G-tt‘) sagt alles – oder: vielmehr (so gut wie) Nichts. Die Frage ist, vielmehr ‚wie sieht das aus, äußert sich das?‘ - Die Antwort des Judentums: 'Halten seiner Thorah' Was das aber tagtäglich konkret bedeutet, ist jeden Morgen von neuem die Frage;  der der Referent dann eben in Jerusalem nachgehen werde.

Mi.Sh. untersucht ‚Besonderheiten, Ungewöhnliches bzw. nicht-Zwingendes an/im Text‘. – Motto: „dies (was im Text berichtet wird) war doch nicht die einzige (denkbare) Möglichkeit (des/fürs Geschehen/s).“ Dazu gehören, und dahinter stehen, auch die (nicht etwa allein, oder erst) rabbinischen Methoden der Thora-Auslegungen, zumindest des hermeneutischen ‚Vierweges‘ mit- bis gegeneinander wechselwirkender פרד״ס PaRDe‘‘S-Aspekte jeglichen Textverständnisses: Der ‚Ebene‘ des (gar ‚schwarz brennenden‘) ‚Wortlautes‘ der Geschichte ‚an sich‘ פשט /pschat/ (zwar nicht ‚einfach‘ ohne [gar auf Rückseite weiß] grammatikalisch geformte / ‚silbern verpackte(gefasste‘, bis gar ‚gerematrisch abgesonderte‘, Umgebungskontexte der/an umfänglicheren ‚Exformation/en‘, doch zumal diese nicht notwendigerweise überhaupt, als solche, bemerkend/respektierend, oder aber als ‚selbstverständlich allgemeinverbindlich eindeutig singulär allen alternativlos kontrastklar offensichtlich objektiv konsensfähig bekannt, also gar unwichtig, reduzier- bis einsparbar / unhöflich belästigende analytische Zumutung/Komplexe‘ unterstellend); der Hinweise (gar Teile, gleich alle/r Torah) darin und darauf, zumal in/aus unseren gegenwärtig betreffenden (einander zwar teils – sozial-(psycho-)logisch, zumal kulturell, geschlechtlich, situativ etc. – überlappenden, doch längst nicht etwa [erst recht mehrsprachlich / ‚allsprachlich‘ nicht] deckungsgleich/komplementär übereinstimmenden), und uns(anderen (bestenfalls unvollständig, zumal verschieden) überlieferten, ‚Erlebniswelten‘  רמז /remez/; der mit predigend-fordernden Auswahlentscheidungen für Deutungen / Auslegungspforten verfolgten derzeitigen (Verhalten-beeinflussungs-)Absichten דרש /darasch/; sowie gerade/nur hinsichtlich ihrer überhaupt Offenlegung / mancher Erkenn- bis sogar Berührbarkeit/en – zumal ‚kontemplativאחד /‘echad\‘axad/ vollständig/vollkommen erahnbar ‚geheimnisvoll sichtbar verborgen‘ daran, dahinter, darum, dazwischen, darin, daneben (vgl. griechisch / aristotelisch ‚metata‘) und/alsodimensional darüber‘ gegebenen, doch ganz erheblichen, ‚unüberschaubar mithin ‚geheim( ergreifen / betreffen  könnend)en Rest(s)סוד /sod/, ‚jenseits‘ des davon/wozu Verwendeten / Angeeigneten.

«Methoden der Rabbinen bei ihrer Auslegungsarbeit:

1) Pilpul = Streitgespräch Vgl. die zahlreichen Streitgespräche Jesu.

2) Maschal = Gleichnis Vgl. die echten Gleichnisse Jesu.

3) Halacha = Anweisung, Anordnung Vgl. Teile der Bergpredigt u.a. Lehrstücke.

4) Haggada = Erzählung oder Legende

mit zu deutendem Inhalt Vgl. Geschichten Jesu, meist unberechtigt zu den Gleichnissen gezählt (Barmh.Samariter).

 

Hermeneutische Auslegungsregeln für Mischna und Talmud:

 

Die sieben Regeln aus der Zeit Hillels I, die ihm zugeschrieben werden:

1) Schluß 'vom Leichteren zum Schwereren (Wenn schon..dann erst recht . ... ).

2) Schluß durch Analogie (in diesem Fall ..., deshalb auch in jenem Fall ...)

3) Aus einer Stelle abgeleitetes Prinzip auf inhaltlich verwandten Fall angewandt.

4) Aus zwei Stellen abgeleitetes Prinzip auf weitere inhaltlich verwandte Fälle angewandt.

5) Das Allgemeine wird durch das Besondere näher bestimmt, aber auch umgekehrt: das Besondere wird durch einen Beleg, der an sich Allgemeines enthält, gedeutet.

6) Eine Stelle wird durch eine andere erläutert, die ähnliche Folgerungen enthält.

7) Eine Einzelstelle wird erklärt, indem man sie vom Zusammenhang her interpretiert.

 

Die dreizehn Regeln des Ismael ben-Elisa: Sie schließen sich an die Hillel-Regeln an, sind aber ausführlicher und betonen stärker den Wortsinn, den auch der einfache Torahörer verstehen kann, da die Tora in der

"Menschensprache redet“ (So betont auch Mar ben-Rabina gegen Raw Kahana den Wortsinn).

Die entgegengesetzte Methode des Rabbi Akiba:

Die Tora soll Wort für Wort und Buchstabe für Buchstabe auf ihre "geheime Bedeutung" untersucht werden, also auch allegorisch ausgelegt werden, da sich ihre Sprache von der

"Menschensprache deutlich unterscheidet" und göttliche Geheimnisse verbirgt. Diese hermeneutische Richtung ermöglicht später die mystische und kabbalistische Arbeit.» (Aus: K. Hartmann. Atlas-Tafei-Werk zur Geschichte der Weltreligionen III. © Ouell Verlag. Stuttgart 1990, S. 48; optische Umrahmungen, Unterstreichungen und weitere, sorgsame Formatierungen dieses Autors nicht vollständig wiedergeben)

Genesis Kapitel 37 - Der Verkauf Josephs nach Ägypten

Mi. Sh.‘s Frage/Interesse: Erster (erwähnter) Störfaktor des Verhältnisses Joseph vs. Brüder?

Prämisse: Eltern sollen ihre Kinder gleich lieben

Jakob (da erfahren) konnte, ja müsse, etwas geahnt haben vom Spannungsverhältnis zwischen den Brüdern und Joseph

Joseph antwortete "Hier bin ich"

Warum denken die Brüder gleich an Tötung?

Warum zerreißen und mit Blut beschmieren des Kleides Josephs

Nachfrage: Jetzt lassen die Brüder Joseph ja doch überleben

Ergänzung: Die Liste der Güter, die die Karawane nach ET bringt, entspricht der, die Jakob seine Söhne später nach ET mitnehmen heißt.

Genesis Kapitel 41 – Joseph deutet die Träume des Pharao und wird Vizekönig

Jedenfalls zur Zeit/hier/soweit liege die Sympathie (der Leserschaft / Zuhörenden / Beobachtenden) bei Joseph, wie beim beinahe geopferten Isaak (und nicht einmal beim, von Abraham, tatsächlich der Todesgefahr ausgelieferten Ismael und seiner Mutter Prinzessin Hagar die G’tt ernähren/bewahren musste; vgl. Bazon Brock).

Judentum findet Kompromisse die Befolgung der Thorah-Forderungen ermöglichen

Kontraste:  Josephs Träume stehen in Kontrast zu seinem Verkauft werden (vorläufiger Tiefpunkt in wellenartiger Bewegung)

 Joseph versus Pharao

 Fülle versus Hunger

 Friede (Landschaft und unter den Brüdern/Mundschenk) versus Tod (gegenüber Joseph/Bäcker)

Das zweifache Träumen

Träumen (überhaupt) als bildhafte konkrete Sprache

Propheten wurden früher Seher genannt (1.Sam 9,9)

ET unterscheidet sich 5.Mo.11.10 von Israel, da es immer Wasser hat (Nil) nicht auf Regen angewiesen ist

Warum legten seine/die Weisen, die leicht verständlichen Träume Pharaos nicht aus?

Joseph wird in seinem Gleichgewicht zumindest erschüttert, als er vor Pharao gerufen wird

Nachträge und Vorfrage:  Sicher habe sich Joseph in der Gefahr befunden, sich (vor Pharao) wie ein 'Halbgott' vorzukommen (sic!)

 Joseph - n.B. der erste Hofjude - rächt sich (jedenfalls scheinbar) an seinen Brüdern [- wie kann er ein Gerechter (Zadik) sein? - vgl. unten]

 Joseph erhält in Gen.41,45 einen neuen Namen vom Pharao

 Warum sagt Joseph, Gott wolle dem Pharao Heil (Schalom) verkünden?

Genesis Kapitel 42 – Die 1. Reise der Brüder nach Ägypten ("Und Joseph stellt sich fremd gegen sie und redet hart mit ihnen")

Die Waage der Sympathie für den 'Underdog' schlägt nun tendenziell um, von Joseph auf die Brüder

Die Initiative nach Ägypten zu gehen kommt nicht von den Brüdern, sondern vom alten Jakob

War Jakobs Benehmen seinen Brüdern gegenüber Rache? - Paßt das - so menschlich es auch ist – zu einem Gerechten?

Der zweite Traum Josephs (Gestirne verneigen sich) erfordert dann auch Anwesenheit seiner Eltern)

Nun erst erweist sich, daß Joseph nicht das still erduldende reine Opfer (des Grubenwurfes und Sklavenverkaufs) war, wie man anfangs hätte meinen können

Nachträge:  Beginn der Thematik: Ruben vs. Juda unten

 Die Vorschläge (Josephs) an die Brüder ändern sich, nachdem sie sich in ihrem echten Notzustand (im Gefängnis) nicht entschließen können/wollen

 Die Brüder hasten, zurück nach Hause

 Die Brüder berichten Jakob, ihnen seien Handelsrechte (genauer Saher - O.G.J.: Hausierhandel) in ET angeboten worden, obwohl der Text nirgends berichtet, daß Joseph dies tat.

Genesis Kapitel 43-44,17 – Die 2. Reise der Brüder nach Ägypten

Jakobs Weigerung Benjamin mitzusenden veranlast Ruben zum Vorschlag seine beiden Söhne als Pfand zu bieten

Ruben verglichen mit Juda - oder wessen Vorschlägen folgt schließlich Jakob?

Bei der zweiten Reise lautet der Auftrag nur 'ein wenig Getreide' zu kaufen

EXKURS: Darf/Soll man den Heiligen Text überhaupt übersetzen - da seine volle Bedeutung gar nicht übertragbar ist?

Hebräisch ‚Sehen‘ und ‚Angst bekommen‘ (in Vwes 16) sind eigentlich identische Wörter

Die Sitzordnung der Brüder, ein jeder nach seinem (Geburts-)Rang an der hoheitlichen Tafel.

Nachträge:  Der Becher Josephs bedeutet mehr als ein Trinkgefäß (eher vergleichbar mit dem Ring des Herrschers)

 Die Brüder schlagen dem sie Verfolgenden vor, den Schuldigen zu töten und sie als Knechte zu nehmen

Dies wird nicht akzeptiert, sondern Modifiziert, nur der Schuldige soll, und zwar nur Knecht Josephs sein (vgl. oben Modifikationen beim ersten Mal im Gefängnis)

 Mögliche Reaktionen der Brüder auf (scheinbar) nachgewiesene neue Schuld:

 Josephs Abgesandter lehnt das Angebot (alle Knechte) ab, würde sie - ohne Benjamin – mit Frieden zu ihrem Vater zurückschicken

Genesis Kapitel 44,18-46,7 – Josephs Aussöhnung mit seinen Brüdern

 Juda bietet sich Joseph als Ersatz für Benjamin an

Struktur des Benehmens von Joseph insgesamt

Gott habe damit (mit der Tat der Brüder) "einen Rest Israels" gerettet (erstmals hier: Gen. 45,7)

Der Vater Jakob glaubt der (O.G.J.: ‚guten‘) Nachricht nicht sofort. Auffällig aber ist:

Israel (Jakob) zieht zunächst nach Berscheba, wo er opfert, betet und eine Offenbarung[sic!] Gottes erhält

Gott meinte es gut - er führte, begleitete (vgl. Gen 46,4) beide Joseph und dessen Vater Jakob nach Ägypten und (O.G.J.: physisch-individuell allerdings erst verstorben) wieder zurück

Joseph läßt seinem Vater Gen 45,8 bestellen, er sei der 'Vater über Pharao' - war das für eine 'Stellvertreterposition' nicht etwas übertrieben?

Zusatz: Gen. 50,14-21

vgl. dazu Deuteronium Rabbah, Schophetium, 15, ed. Liebermann, S. 102 bei J.J. Petuchowski 1979, S. 103

Rabbi Simeon ben Lakisch erklärte, daß sich die Heilige Schrift hier "erdichteter Worte" bediente "um Frieden zwischen Joseph und seinen Brüdern zu stiften". Denn nirgendwo finden wir, "daß unser Vater Jakob tatsächlich einen solchen Befehl erlassen hatte. Die Heilige Schrift [O.G.J.: respektive die Brüder Josephs] bedient sich hier erdichteter Worte - um des Friedens willen." (S. 103)

O.G.J.: Auffällig, hier, nach Tod und Beisetzung des Vaters Jakob / Jisrael (dem Familienoberhaupt), scheint ferner

 der (wiederholte / weiter träumegemäße?) Kotau der Brüder vor Joseph

 das Angebot ihrer Knechtschaft Joseph, bis gar Ägypten, gegenüber

 dessen zwar nicht Nicht-Akzeptanz, da ihr Verhalten zu Gottes ‚Plänen‘ (zumindest) passte, und dennoch das Patronatsversprechen Josephs gar jahrhundertelang (anstatt ‚für immer und ewig‘) wirkte; vgl. dazu auch Lehnsverhältnisse, gar zumal gegenüber (zeitgleich) solchen Venezias mit/zu ihren ‚Kolonien‘.

 Josephs Fähigkeit 'zum Herzen' der/aller Brüder zu reden (d.h. zum ganzen Menschen bzw. seinen, bis gar überindividuellen,  Bewusstheiten – nicht nur entweder zu Verstand oder Gefühl/en)

  Schließlich endet gleich danach das ganze Buch der Genesis, der anfänglichen Texte von Hervorbringungen , zumal der Väter/Patriarchen in/als /bereschit/ .

Es ‚beginne‘ dann ‚die Zeit der Propheten‘ (zumal und namentlich Moses) …

Es ‚ende‘ die ‚('Ur'-)Zeit der Angaben/Berichte von quasi ‚individuellen‘ (doch eben immerhin grammatisch teils pluralischen/kollektiven, zumindest und immerhin aber durchaus prototypischen/archetypischen, geradezu – ‚immerhin‘, bis etwa ‚nur‘ – ‚exemplarischen‘) Persönlichkeiten, Familienstrukturen und Stammesverbänden (zumal was die, von/durch G-tt, belastend-erwählten angeht) und die Emergenzstufe(n) Volk und Völker (damit auch das ambivalent-kulturalistische, moderne Phänomen der ‚Nation/en‘) werde zum manifesten Bestandteil der so gerne (bis auf Religion / Realitätenhandhabungsweisen verkürzend) ‚Heilsentwicklung‘ genannten (nicht nur eines singulär abstrakt heteronomistischen – und sei es göttlichen – Heilsplans) für die / (sinnstiftender) Zweckbestimmung der Menschenheitnamentlich: zu dienen und geführt zu swerden.

Da, bis warum oder wie auch immer, diese bildliche respektive textliche ‚Darstellung‘ hier aufzuhören scheint, auch auf der ‚nächsten‘ site nicht etwa lückenlos weitergeht, braucht sich ja niemand an eigener (‚Lektüre‘- bis etwa Denk-)Fortsetzung hindern zu lassen. – Dieser Text mag den heiligen G’ttesnamen enthalten, wir bitten um Beachtung.

 

 

Dogeressa undzofendeEdelhofdamesto(o/)l/pern‘ sie – etwa über (Rand-) Schwelle hinaus, äh  hinein?

Hoppela – bei so manchen Gedanken liegt es wohl nicht entscheidend an der kaum bestritten schweren Lesbarkeit von O.G.J.‘s (gleich gar Online-)Texten, sie lieber, besser erst überhaupt nicht ins/unters Heiligtum lassen zu s/wollen (erst recht falls, oder wo, sie bereits resch-waw-chet ר־ו־ח / vorhanden).

 

Wie bitte, im sogar zwillingsbrüderlich engsten Konkurenz verhältnis, zumal um Erstgeburtssegen,  genügten nicht einmal die allertiefsten Kotau-Reverenzen (Gen. 33:3 ff.) sogar aller Frauen und Kinder (wenn auch einseitig jener, zudem gar Esau ausgeliefert erscheinenden, Jakobs) zur hinreichend  dauerhaften Befriedung des künftigen Verhältnisses der wechselseitigen Nachkommenschaften?

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ו. וַתִּגַּשְׁןָ הַשְּׁפָחוֹת הֵנָּה וְיַלְדֵיהֶן וַתִּשְׁתַּחֲוֶיןָ:

33:6. Then the maidservants came near, they and their children, and they bowed down.

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ז. וַתִּגַּשׁ גַּם-לֵאָה וִילָדֶיהָ וַיִּשְׁתַּחֲווּ וְאַחַר נִגַּשׁ יוֹסֵף וְרָחֵל וַיִּשְׁתַּחֲווּ:

33:7. And Leah also with her children came near, and bowed themselves; and after came Joseph near and Rachel, and they bowed down.

 

חוה /chawa/ Wurzel-Trippel

 

להשתחוות

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v. to bow, prostrate oneself


x

השתחוות

btn_sayit_rtl

nf. prostrating oneself, bowing down

 

So bereits Abram 18:2 als G’tt ihm begleitet erschien;  Lot in sodim 19:1 zur Begrüßung der beiden Engel. Anbeten Abraham 22:5. Abraham vor den Hetitern 23:7+12. 24:26 G’tt dankend/anbetend. 24:48 Anbetung. Abrahams diener Anbetung 24:52. Brüder und Nationen 27:29 dreimal.

33:3 Jakob vor Esau. Erstmals ausdrücklich auch Frauen nämlich Israels, des bisherigen Jakpns, Edelmädgde und Lehre sowie Rahel mit ihren jeweiligen Kindern, in dieser Verbeugungsfrorm erwähnt (Zitat).

37:7 Jakob.

 

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