Worte, zumal der Achtsamkeit  namentlich: MiLoT Ha-KeSeM íñ÷ úåìéî

Referenz vor und zu noch einem wichtigen Geheimnis von Sprache(n)/Semiotik - gleich gar G'ttes

î-ñ-÷ Charme, gar Herzen gewinnender 'Zauber'. Quf/Kof Samech Memweitaus eher tragende, denn überflüssige Bedürfnisse des und der Menschen haben Worte - galten und gelten indessen - nicht nur angesichts des Werdens-Turms ihrer semiotischen Änderung - immer wieder als aussterbend bis völlig heruntergekommen und hohl respektive doch als höflich oder immerhin Innen-drau0en höfisch üblich.

Burgführerin mit jederzeit um Rat befragbarem Todesvogel auf der/jedes Menschen Schulter.

Direkt über der Notwendigkeiten-Halle und gleich unter dem wichtigsten und größten Saal des ganzen Hochschlosses gelegen, die ganze Länge und Breite des Bedürfnisflügels der Achtsamkeiten bedeckend bis ausmachend 'zwischen' Burghof, Verhalten, Werden und Erfahrung/en über der Antreibe Bastion.

 

 

 

 

 

 

 

zum Grösseren

Die zweitunterste Fensterreihe betrifft dieses Stockwerk.

zum doch etwas  'kleiberen'

. [Abb. vom Burghof her - Abbs. Von/Mit beiden Türmen her]

 

 

 

['Innen' gar nicht so selten von/durch Marktstände(n verstellt bis inflationiert]

[Und nach 'außen' bekanntlich kaum weniger hegtig aufebeult]

 

 

 

 

 

áL÷ Hi. aufmerksam hinhören (auf: ìàÆ oder ìÀ)

áLÆ÷Æ Aufmerksamkeit /keschew/

֔ laugh

ãôñ klagen,(be)trauern

 

{Wichtiger Ausdruck - gar (auch) von 'Innerlichkeiten' - können alle semiotischen 'Zeichen'/Symbole, namentlich etwa Kleider und Gesten (längst nicht auf sprachliche beschränkt) werden und sein. - In dem einst als Küche eingerichteten Räumen des hier analog verwendeten hohenzollerischen Baudenkmals ist ja schon länger die 'Schatzkammer' untergebracht.[

 

 

 

Worte - also nicht nur oder erst damit mehr oder minder zutreffend ausdrückbares Verhalten - selbst und geradesolche der Achtsamkeit,

sind immerhin manchmal sogar (wenigstens kleine) Taten sogar mehr oder minder aufmersame,

sind doch durchaus auch geeignet den/die Anderen bis sich selbst, gar erheblich und in vielerlei Hibsuchten, zu stärken bis zumissachten. - Immerhin beleidigt zu viel Höglichkeit (gar im Unterschied zu falscher Entschleunigung) niemanden.

Durchaus im Widerspruch zumenschen entblößen(d denütigen) s/wollenden 'Sei-spontan'-Paradoxien, zumal intuitiv daherkommender Autentitizitätsforderung ist bis wird auch aufgesetzte, konzentrierte, bemühte - eben keineswegs willkürlichesondern errungene und insofern 'beherrschte' - Höflichkeit, ähnlich wie auch nicht immer (oder nur weil jemand diese selbst nicht bemerkt bzw. so empfindet) 'mühelose' Achtsam- und Aufmerksamkeiten, demmoch bis deswqeen eine 'echte' und 'richtige'. Noch nicht einmal Strategeme der List anzuwenden ist notwendigerweise (auch und gerade exokizit apostolisch/griechisch zitiert) verwerflich: So läßt es sich etwa keineswegs verbieten, den/die Anderen für das zu loben, was sie an einem nicht mögen, etc.pp.

[Abbs. Ansicht/Zeichnung vom Hof her --- Pferderevereitrenzenpaar/e]

Fjn bfößeres und ein etwas kleines Pferd mit Reiterin im Kleid DamenstattelReverenz beider Pferdeñåñ Pferd, Hengst /sus/ äñÈeñ Stute /susah/

Worte bzw. Formen, insbesondere konzeptioonellen und emotionalen, Dernkens vermitteln Gar goldener Früchte Inhalte vermittelt durch silberne Grammatikgespinstedurchaus - wömöglich sogar inhaltlich/substanziell 'Gold aus immerhin Silber' wickelnd - zwischen Bedürfnissen drunten und Taten zumal 'draußen' respektive Unterlassungen oder Verfehlungen auch, selbst und gerade liebevoller Achtsam- bzw. der Aufmerksamkeit/en überhaupt.

Nein, nicht einmal drüben des höchsten Sinn-Turmes am basalsten ausgebeulte Gefahren, vor allem drohender Beliebigkeit und Verfügbarkeiten, ihres - der jeweiligen Worte bis Gesten, eben als und da leere doch eingeführte Formen - inflationären, masslosen Gebrauchs - namentlich befördert vpn, gar erzioeherischen, Höflichkeits-Trainingseinübungen ständiger bis verselbstverständlichter Verwendung solcher Zeichen - verschwinden; auf Seiten der siesendenden/Verwendenden, durch ihres Charms oder Ungeschicks -.von dessen, gar mit Ehrlichkeit verwechselten/vermischten, Spontanitäten und Autentizitäten (senderseitig) allerdings (empfängerseitig) recht bis (gar erstaunlicherweise) ganzunabhängig möglichen bis nögtigen - Betrachtung und Bewertung durch die Behavioreme/Verhaltensweisen wahrnehmenden Rezipienten.

Diese Leutesind, zumal falls sie Macht über, oder wenigstens Einfluss auf, insofern 'ihre' sendenden Gegenüber haben nzw. wollen, sogar für Schmeicheleien - und nicht etwanur harten Argumenten oder angemessenen Respeksbezeugungen bis artigem Bitten gegen+ber - empfangsbereit (und zwar, im Unterschied zu so manch vorherrschendem Verständnis von 'empfänglich', ohne, dass mit solch ausgeübterer Wahrnehmungsenitivität bereits etwas über der Affizierung Wirkungsrichtung/Deutung, Bewertung und die Reaktion darauf predeterminiert oder entschieden ist).

 

Dazu, und gar etwas zur Ermunterung jener, die mit und in Worten und/oder . Gesten weniger eleagnt wirken (können und/oder/aber wollen), gehört komplementär vervollständigend auch Matthias Claudius:

«Lerne gerne von andern, und wo von Weisheit, Menschenglück, Licht, Tugend etc. geredet wird, da höre fleißig zu.

Doch traue nicht flugs und allerdings, denn

die Wolken haben nicht alle Wasser, und es gibt mancherlei Weise.

 Sie meinen auch, dass sie die Sache hätten, wenn sie davon reden können und davon reden.
Das ist aber nicht so. Man hat darum die Sache nicht, dass man davon reden kann und davon redet.
 Worte sind nur Worte, und wo sie sogar leicht und behände dahinfahren, da sei auf deiner Hut,  [Was viele wollen sind brave Reverenz/Referenzen, bis dienstbare Gefolgschaft, was sie geboten …]

 denn die Pferde, die den Wagen mit Gütern hinter sich haben, gehen langsameren Schrittes.»

 

Des Weeiteren bemerkt immerhin diesoziologische Forschung, zumal gesellschaftlichen, Tendenzen/Fehlschlüsse:, Da/Wenn (vergleichsweise 'offen', 'deutlich/klar #hier kontrasierend/eindeutig' respektive 'tabuarm' empfunden, äh 'wissend') über und von Etwas (bis Jmand) gerdet, publiziert etc., bis gemurmelt, wird, zu vermeinen (damit/dadurch immer) hinreichend bestimmenden Einfluss auf die 'dementsprechenden' Sachverhalte (zumindest/zumeist aber auf die [künftigen] Verhaltensweisen des jeweiligen und/oder sämtlicher [gutwilliger] Menschen) zu haben/nehmen. Prof. Dr. Armin Nassehi, Soziologe; copyright BR-alphaNicht etwa, dass immerhin/gerade das was 'Politiker' und 'Publizisten' (als Teilnehmer sogenannt 'öffentlicher', gar in mancherlei Unterschieden etwa zu 'wissenschaftlichen' oder 'administartiven', Debatten, bis schließlich als Gesetzgeber) meinen, bzw. sagen und schreiben, wirkungslos für die/in den Vorstellungen der 'Praktiker' (vgl. Horst Baier's drei-Ps) sowie jenen der Bevölkerung/en wäre – gleichwohl ist/wirdes (so wenig sich z.B. Zeitgeist, Rechtslage, Rechtsauffassungen, Urteil, Moralempfinden und Verhalten entsprechen) kaum, bis nie, deckungsgleich und gerade da bleiben Konflikte zwischen den Orientierungen 'Denken versus Handeln' relevant.

 

Beide Schülerinnen versuchen Euer Gnaden - hier mehrere Sprachen - zu respektieren

384. Die drei zentralen sogenannten Wunderwörter (hebr. MILOT HA-KESSEM) lauten:

TODA! BeWAKASCHA! SeLICHA!

Danke! Bitte! Entschuldigung!

äçéìñ (forgiveness) äù÷áá äãåú

385.

Excuse çìñ /slicha//

thank ãåú /toda/

request ù÷á /wokascha/

 

Knicks und sag danke - allerdings ein Gedichtband von Charlotte JugelWhy do wesay: 'Thank you very much' and mot 'Thanly you very dreck'? Ja, warum heißt es eoigentlich: ''denk you very Matsch' und nicht 'Thank you very Dreck'?

Und: 'Bitte' flieg von meiner Lippe!» SaFaH äôù - Noch eines der vielleicht (jedenfalls gegenüber dem seinen zumindest Töchtern ein Beim zum Stolpern zu stellen) vergleichsweise gnädigen Formulierungs-Ergebnisse, der Denkweise von/in' Wunder'-Begriffen oder Charm Quf-Samech-Mem gar Zauberwörtern (der gar Fremd-Motivation) und der faktischer Rede- bis Verhaltensweise die drei, namentlich sich selbst, dazu abverlangen zumüssen oder zu wollen. -- Aber entschuldigen Sie, oder auch nicht; Auf, womöglich für 'natürlich' gehaltene, einen etwa spontan alternativlos überwältigende, autentische Gefühlszustände ver- bzw. angewisen zu sein/werden ist noch weitaus hinterhältiger Manipulation zugänglich als, womöglich sogar aufgesetze/instrumentelle bzw. antrainierte 'um-zu' Höflichkeit.

 

 

 

Gar nicht so wenige Leute, die Vergebung schätzen und/oder gar mit Entschuldigung gleichsetzen sind bzw. werden entsetzt, derartige höchste Zwecke äh sichtbare Ergebnisse tätiger Liebe bicht (erst) viel weiter obrn anzutreffen - was gleich mehere Grundlagen berührt.

 

Beachtlich auch falls oder gar, dass wer (und sei es auch angeblich 'mir' anstatt etwa 'immerhin') einen Rechtsanspruch erfüllt bekommt, deswegen nicht notwendigerweise auf jedewede Dankbarkeit zu verzichten hat.

 

 

 

«Der Frosch stellt sich das alles ganz einfach vor, wenn nur die anderen nicht wären, die offenbar nicht so wollen, wie er will. Einfach die Kugel holen, das wird schwierig für den Frosch. Man muss Bitten können und Dankbar sein. So lösst sich ein Problem leichter. .... Obwohl nicht jeder Froschkönig auf die Knie fallen muss, und die 'wahren' Märchen weniger albern enden.» (Ergebnis topologischer Erzählungsanalyse; verlinkende Hervorhebungen O.G.J.)

 

Man muss nicht nur mit Liebe erlösen, man kann auch mit/aus Wut erlösen. – Zerstörung, nicht zuletzt jene bestimmter, anstatt aller, Ketten, Kriegsgeräte, Grenzen etc. kann Erlösungsmittel sein/werden.  Häufig ist die, ist dieschmerzzufügung bzw. Zerstörung eine begrenzte bzw. gezielte und dosierte. Namentlich in der Heilkunst und Medizin zeigt sich zwar die Differenz zwischen konventioneller Behandlung (etwa von Handauflegung über Drogen- äh Medikamenteneinnahme oder Bestrahlung bis etwa Verhaltens- respektive Denkformänderung) und Operativem Einfeiff (also etwa von Handanlegung zum 'Schneiden', 'Klemmen', 'Kleben', 'Nageln', 'Sägen' und 'Nähen') weder immer so, dass eines davon schmerzhafter oder besser sein muss noch so, dass es stehts und für alles diese beiden Richtungen oder gar nur einen Weg geben müsste bis würde.

  Von einem der beiden zusätzlichen Stich-Worte in der dritten Neuauflage des so basalen Lexikon(s) der jüdisch-christlichen Begegnung(en) von J.J.P. und Cl.Th. betont Letzterer, in Ergänzung zu(m eher ‚christlichen‘ Sprachgebrauch) ‚Eschaton/Eschatologie‘: UnterMit ‚Erlösung‘ sei «besonders die von Gott [sic! wenn also auch nicht unbedingt ‚ausschließlich‘, oder ‚ohne, bis nur wider, alle menschenseitige ‚Beteiligung‘? O.G.J.] zu erwartende Endgültige [sic? wenn auch kaum in den Sinnen, dass Sein dem Werden vorzuziehen, respektive הויה dies abzuschaffen/zu vernichten wäre/sei?; O.G.J.] und ganzheitliche [sic! im Unterschied wozu? O.G.J.] Neugestaltung alles Irdischen [sic? soweit/wo – gerade neben. Oft ‚übersehener, bis betrittener,  gar immanenter, ‚Irdischkeit/en‘, nicht auch ‚Erneuerungen/Neuschöpfung der Himmel‘? O.G.J.], weg von aller Sünde [sic! genauer/eher ‚‘immun wider Ziel-Verfehlungen aller Arten‘, als deren alternativlose Unmöglichkeit / allmächtig-allwissend gewaltsame Verunmöglichung? O.G.J.], Bedrohung und Not [sic? namentlich ‚Knappheitenbedarf‘? O.G.J.] hin zur ewigen [sic! semitisch ‚außerraumzeitlich‘ qualifiziert, anstatt immanent/griechisch ‚als sehr lange Dauer‘ deutend, gebraucht/gedacht; O.G.J.] „Endherrschaft von Gott her“ (Dan 2,44f  [vgl. auch Jer. 31, 31-34]) zu verstehen.» Was also/eben durchaus von Versöhnungsfrgen, gleich gar mit gegenwärtig (respektive vorher) Vorfindlichem und damit/daraus Machbarem, zu unterscheiden wäre/bleibt.   Gleich gar nicht deckungsgleich so manch omnipräsenten Drohungen, und deren (Hoffnungen – gar vorzugsweiseLeiden, Lasten, Nutzen maximierenden‘)um-zu‘-Rechtfertigung(sversucung)en, entsprechend, ‚vom gegenwärtigen Leben erlösend zu befreien‘. «In der „Fülle der Zeiten“ [gar ‚Gleichzeitigkeiten‘? O.G.J.] wirdes kein malum physicum und kein malum morale  [sic! wobei, und wovon, auch all die (dreizehn übrigen) Modalitäten nicht auszunehmen / zu ‚übersehen‘ wären; O.G.J.] mehr geben. Als Erlösungsreligionen [sic!] richten Judentum und Christentum ihr Augenmerk aber nicht

nur hoffend auf die Endvollendung und

Neuwerdung, sondern auch auf Vergangenheit und Gegenwart. Die Erlösung hat in der Vergangenheit begonnen und leuchtet bei ihrem Vordringen in die [sic? oder aber ‚aus der‘ / ‚von anderswo/auch den Himmeln her‘? O.G.J.] Endzukunf t hintergründig auch

in der Gegenwart auf. Christliches Erlösungsbewußtsein [sic!] steht im Konnex zu jüdischen Erlösungserfahrungen und

-hoffnungen, da [sic!] die Erlösungstat des

Juden Jesus sich in Jerusalem ereignete

in einer Zeit, da das jüdische Volk [sic!]

schwerste Erniedrigungen und Beschämungen seitens heidnischer Besatzungsmächte über sich ergehen lassen

mußte. Als jüdischer Märtyrer gab [sic! allerdings ist beides (gar auch ‚innerhüdich‘ und gleich gar doltrinär) strittig: sowohl der Tempus der (zudem vollendeten) Vergangenheitsform; als auch diese Persönlichkeit, welches (gar märthyrisch gedeuteten), bis singularisierten, Messias / Gotteskbechts, in/als/namens Jeschua; O.G.J. mit J.J.P. u. Cl.Th. daselbst] Jesus sein Leben als Lösegeld „für die Vielen“ hin ( Jes 52,13-53,12). [Gar ‚nicht nur für die, bis anstatt Wenigen/r‘? O.G.J.]

 

Begriffe und Inhalte

Die Rabbinen erklärten die Erlösung [sic! insofern und zumindest von dager ein definitorisch prekärer Oberbegriff, aus einer Reihe gleichrangiger bedeutungsähnkicher, inhaltparalleler anstatt identischer Ausdrücke; O.G.J.]

oft mit Ex 6,6-8: „Sag den Israeliten:

Ich bin der Ewige, ich werde euch aus

dem Frondienst Ägyptens herausführen

(hôze'tî) [הוצאתי], ich werde euch aus ihrer

Sklaverei befreien (hizzaltî) [הצלתי], ich werde

euch loskaufen (ga'altî) [גאלתי] ,,, ich werde

euch mir zumeinem Volk [sic!] nehmen

(laqachtî) [לקחתי] ... und ich werde euch hinein führen (hewe'tî) [הבאתי] in das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob versprochen habe.“  Entsprechend den fünf

Verben verstanden die Rabbinen Erlösung als ein Herausführen, Heraus-

- 54 –

holen aus der Unterdrückung, als Befreiung, Loskauf, Annahme

und Hineinbringen an den Ort der Sicherheit

und Geborgenheit. Diese fünf Tätigkeiten vollführt Go t selber „mit hoch erhobenem Arm und durch gewaltige

Strafgerichte hindurch“. Die drei Verse

fanden auch deswegen bei den Rabbinen Beachtung, weil  sie vor dem Auszug aus Ägypten stehen und trotz dem

in der Vergangenheitsform stehen. So

konnten sie für die Erlösung in der

Vergangenheit und in der Zukunft in

Dienst genommen werden: für die erst [‚immerhin‘: O.G.J.] spurenhafte Erlösung und für die [sic! gleichwohl nicht notwendigerweise/nur untätig, passiv, gar beschleunigungsfähig; O.G.J. mit J.J.P.] zu erwartende Enderlösung.

 

Laut yPes 10,1 (37c) sind die vier ersten Verb n von Ex 6,6-8 ein Hinweis auf die vier Becher des Zornes, die

Gott dem Pharao wegen seiner Weigerung, das Volk [sic!] Israel ziehen zu lassen, verabreicht hat. Dieselben vier Becher

reichte Gott auch den vier israel- und

gottfeindlichen Weltreichen (Dan 2,7).

Mit den Zornesbechern sind somit

auch „die vier Heimsuchungen“ (pûranût) []

gemeint, „die Gott den Völkern

der Welt zu trinken geben wird“. Dem gegenüber reicht Gott dem Volk [sic!] Israel

„vier Becher des Erbarmens“, d.h.

„vier Becher der Erlösungen“.

 

Mit den fünf Verben aus E x 6,6-8 ist

der Erlösung bezeichnende Wortschatz

noch nicht ausgeschöpft. Die wichtigsten Substantive sind yeschu'ā (Heil) [],

ge'ûlla (Erlösung) [], pidyôn (Loskauf) [],

cherût (Freiheit) [], qez (Ende) [] usw.

Dazu kommen Ausdrücke und Redeweisen, die den Ablauf des endzeitlichen Erlösungsprozesses andeuten:

„die Fußspuren des Messias ('iqbôt

ham-maschiach) [], die Leiden der messianischen Zeit (chevlê ham-maschiach) [], die Tage (Zeit) des Messias

(yemôt ham-maschiach) [], die Endzeit

(‚ātîd lavô') [], die kommende Welt

(ha'ôlam hab-ba') [] usw.

 

Anfang und Vollendung der Erlösung

Nach Ps 107,lf. sollen die Israeliten

den Ewigen preisen, weil sein Erbarmen ewig währt, denn siesind „die Erlösten des Ewigen (ge'ûllîm) [], die er

aus der Bedrängnis erlöst hat“. Die Israeliten sind also bereits Erlöste, und sie erfahren als Erlöse täglich das Erbarmen Gottes. Das Anfangsdatum der

Erlösung Israels ist in der rabbinischen

Tradition umstritten: Hat die göttlich

Initiierte  Erlösung bei der Erschaffung

des Menschen begonnen, zur Zeit der

Patriarchen, beim Auszug aus Ägypten

oder bei der Toraverleihung auf dem

Sinai? Mehrere Rabbinen verbinden

den Anfang der Erlösung mit der ersten

Stiftung jüdischer Hochfeste zur Zeit

des Auszuges aus Ägypten, der Verleihung der Tora und der Wüstenwanderung: Pesach, Neujahr und Versöhnungstag. Im 2. Jh. n. Chr. wurde die

Frage nach dem liturgischen Anfang

der Erlösung besonders von Rabbi

Eliezer und Rabbi Jehoschua ben

Chananja kontrovers diskutiert. Laut

bRHSh l10b-1la sagte Rabbi Eliezer:

„Am Neujahrsfest wurde die Knechtschaft von unsern Vätern weggenommen, im Monat Nisan (Pesach) wurden

sie erlöst und im Monat Tischri (Versöhnungstag) werden sie dereinst erlöst.“ Rabbi Jehoschua wollte dem

gegenüber weiter ausgreifen: „Im Monat Nisan wurde die Welt erschaffen,

auch die Väter wurden in diesem Monat geboren und starben in diesem Monat. Zu Pesach wurde Isaak geboren ...

Am Neujahrsfest ... wurde die Knechtschaft von unsern Vätern in Ägypten

weggenommen. Im Monat Nisan wurden

sie erlöst, und sie werden auch im

Monat Nisan endzeitlich erlöst werden.“

Die meiste Zustimmung für den Anfang der Erlösung erhielt der Monat

-          55 -

Nisan, der Monat des Auszuges aus

Ägypten und des Pesachfestes. In

MTeh zu Ps 107,If (Buber 461) wird

dazu Jes 48,11 erwogen; „Um meinetwillen, ja um meinetwillen tue ich es.“

Aus der zweimaligen Beteuerung

Gottes wird gefolgert, daß auch die

Enderlösung am Pesachfest sein wird.

Gott habe zu Israel gesagt: „Als ihr in

Ägypten wart, habe ich euch um meines Namens willen erlöst. Auch in Edom (d.h. unter der Herrschaft des

letzten Hauptfeindes Israels) werde ich

dies um meines Namens willen tun . . .

Wie ich euch in dieser Welt erlöst

habe, so werde ich euch in der kommenden Welt erlösen.“

Wegen der Erlösungsspur von der Erschaffung der Welt bis zur Erlösungsfülle

am Ende [sic! das wohl besser treffebder mut dem Begriff ‚Fülle der‘ getroffen: O.G.J. mit Cl-Th.] der Zeiten hatte das Pesachfest schon in vorchristlicher Zeit

vier Festgeheimnisse: Erschaffung der

Welt, Geburt Isaaks, Fesselung Isaaks

auf dem Opferaltar (Gen 22), Auszug

aus Ägypten und messianische Enderlösung (vgl. CN 1 zu Ex 12, 42) . Die

Juden wurden außerdem liturgisch und

homiletisch ermuntert, siesollten an

Pesach und überhaupt immer nicht nur

die Hoffnung auf die Vollendung der

Erlösung am Ende [sic!] der Zeiten in ihren

Herzen nähren, sondern auch die Erinnerung an die Anfangserlösungen in

der Vergangenheit. [Diese doch wohl gleich gar nicht abwertend? O.G.J.] Gott sage zu den Israeliten täglich: „Zu jeder Zeit, da ihr

meiner gedenket, wird mein Inneres für

euch aufgewühlt!“ Gott habe „die Israeliten nur erlöst, weil sieseiner Wunder gedachte n ... und er wird zur endzeitlichen vollen Rettung kommen“

( MTeh zu Ps 70, 1ff. Buber 3210 -

Die Enderlösung wird die Anfangserlösung an Dramatik, Glanz und

Glück weit übertreffen. I m Anschluß

an Jes 11,11 („An jenem Tag wird der

Ewige seine Hand zum zweiten Mal erheben, um den Rest seines Volkes [sic!]

zurück zu gewinnen ... “), heißt es in der

jüdischen Liturgie im Musaf des Sabbats und der Feiertage: „Einer ist unser

Gott, er ist unser Vater, er ist unser König, er ist unser Retter (môschi‘enû) [],

und er wird sich für uns in seinem Erbarmen zum zweiten Mal vor den

Augen aller Menschen hören lasse n,

um für euch Gott zu sein.“

 

Die partielle Erlösung

In der Mekhilta zu Ex 15,18 („Der

Ewige wird König sein für immer und

Ewig”; S. 150f) wird die Ansicht vertreten, die Israeliten seien beim gottgewirkten Durchzug durch das Meer

vor einer Ganzhingabe an den Ewigen

zurück geschreckt und hätten dadurch

den damals von Gott geplanten vollen

Anbruch der Gottesherrschaft bzw. der

Enderlösung weggeschoben. Wenn sie

damals gesagt hätten: „Der Ewige ist

König für immer und ewig“, dann wäre

die Enderlösung schon damals im

Volke [sic!] Israel Wirklichkeit geworden.

Mit  dem Problem der nur partiell und

temporär realisierten Erlösung haben

die Rabbinen immer wieder schwer gerungen. In MTeh zu P s 31 (119-121)

wird darüber ein Sinn-Dialog zwischen

Gott und Israel geführt. Gott sagt zu

Israel: „Ich habe dich erlöst! Ich habe

ein Wort gesprochen, und es ist zur Tat

geworden! ... Ich . . . habe gesagt, daß

ich euch erlösen werde, wie ich euch

erlöst habe!“ Daraufhin wenden die

Israeliten ein: „Hast du uns nicht bereits erlöst durch die Hände Moses,

durch die Hände Josuas, durch die

Hände der Richter und Könige? Wir

aber sind jetzt zurück geworfen und

sind wieder unterjocht! Und wir sind in

der Beschämung, als ob wir nicht

erlöst worden wären!“ Die letzte Antwort Gottes lautet: „Da eu re Erlösung durch Menschen geschah, und da eure

Führung durch Menschen geschah, die

- 5 6 -

heute da sind und morgen im Grab, ist

eure Erlösung nur die Erlösung einer

Stunde. Aber in der Endzukunft erlöse

Ich euch durch mich selbst, denn Ich

bin lebendig und immer während! Ich

werde euch eine immerwährende Erlösung für alle Ewigkeiten bereiten!“

 

Nöte vor der Vollerlösung

Seitdem das Buch Daniel mit seinen

eindrücklichen Schilderungen der Nöte

der Endzeit kanonische Anerkennung

gefunden hatte, und seit dem das Joch

der Seleukiden und Römer schwer auf

Israel lastete, griffen angsterfüllte apokalyptische Vorstellungen und Phantasien um sich. Kriege, Krankheiten, Unterdrückungen, Zerfall, Abfall von der

Religion, Dekadenz der Gesellschaft,

Resignation usw. werden dem Kommen des Messias vorangehen. Viele

meinten, das Ende der Notstrecke berechnen oder gar mit Waffengewalt [sic! respektive sonstigen ‚Gewalten‘, bis ‚methodisch‘; O.G.J.] herbeizwinge n zu können. Laut Midrasch zum Hohen Lied ( zu 2,7/36c)

beschwor Gott Israel, „sich nicht gegen

das Joch der Weltvölker zu empören;

und er beschwor auch die Weltvölker,

das Joch auf Israel nicht allzu schwer

zu machen“. Aber mitten in apokalyptischen Ängsten flammte das Zutrauen

in Gottes souveräne Erlösermacht trotz

aller Sünde [sic! ‚Zielverfehlung/en‘, das bestenfalls unglückliche Seins-gefördende Wort taucht so folgenreich erst deutlich später …; O.G.J.] auf, Laut bSan 97b wies

Rabbi Jehoschua im 2. Jh. n. Chr in diesem Zusammenhang auf Jes 52, 3 hin: „Umsonst wurdet ihr verkauft,

aber ihr werdet nicht mit Geld erlöst

werden.“ Israel sei wegen seine  Götzendienerei „umsonst“ verkauft worden. Wichtiger aber sei der zweite Teil

des Satzes: Israel werde nicht mit Geld

erlöst werden: „Nicht durch Buße und

nicht durch gute Werke!“" Die Vollerlösung kann letztlich nicht verdient werden. Sie ist ein freies Gnadengeschenk

Gottes nach vielen Leiden und Katastrophen des Volkes Gottes.

 

Erlösung und jüdisch-christlicher

Dialog

Es ist auch von christlicher Warte aus

unsinnig, ohne Wen n und Aber zu

sagen, die Christen seien erlöst, die Juden aber seien noch nicht erlöst. Vielmehr ist die Enderlösung in Judentum

und Christentum grundgelegt. Sie ist

als Saatgut ins Volk Gottes eingepflanzt und wächst dem Tag der Reife

und der Früchte entgegen. Die Erlösungstat Christi bedeutet eine Eingliederung und Anpassung an die noch unfertige Erlösungssituation des jüdischen Volkes. Beide Völker [sic! hier erweist sich der eingeführte/geläufige ethnozentristische bis kulturalistische Sprachbebrauch für beiderlei soziokulturelle Figurationen als besonders prekär; O.G.J.] – das

christliche und das jüdische – wachsen

und reifen nun der von Gott zu schenkenden Erlösungshoffnung entgegen.

Das Neue, Zusätzliche [sic! der Universalismus ist allerdings bereits und gerade der Hebräischen Bibel bekannt, wie J.J.P. unf Cl.Zh. herausarbeiten; O.G.J.] der Erlösungstat Christi besteht zunächst [sic!] einmal in

der Ausweitung: Alle Völker [sic? oder gar doch, bis eher mehr oder minder kollektive Personen ungeachtet ihrer Herkunft? O.G.J.] werden

in das Erlösungswachstum des Volkes [sic!]

Gottes hinein genommen.

Bei seinen Besuchen des Synagogengottesdienstes in Nazaret (vgl . Lk 4,16-30) hat Jesus ohne Zweifel das

jüdische Gebet „U-ha' le Zion go'el“

(Der Erlöser wird zum Zion kommen)

mitgebetet. In den ältesten Teilen dieses Gebetes heißt es u.a.: „Gelobt sei

er unser Gott, der uns zu seiner Ehre

geschaffen und uns von den Irrenden

getrennt hat, der uns die Tora der

Wahrheit gegeben hat und der ewiges

Leben in unsere Mitte eingepflanzt hat.

Er möge unser Herz durch seine Tora

öffnen und seine Liebe und Furcht in

unser Herz legen, damit wir seinen

Willen tun und ihm mit vollem Herzen

dienen, und damit wir nicht Leerem

nach jagen und nichts zum Schrecken

erzeugen. Es möge dein Wille sein,

Ewiger, unser Gott und Gott unserer

Väter, daß wir deine Gebote in dieser

Welt beachten, damit wir würdig werden, zu leben, zu sehen und Gutes und

Segen zu erben für die Tage des Messias und für die kommende Welt.“ -

Jesus wollte durch sein Leben, Leiden

und Sterben die im jüdischen Volk bereits sprossende Pflanze der Erlösung

begießen und aufrichten und darüber

hinaus ewiges Leben in die Herzen

aller Menschen einpflanzen, damit alle

Menschen dem Tag der Enderlösung

entgegen wachsen können.

/ Jesus von Ny/.aret. Judentum. Dialog. Pesaeh.

Sünde und Vergebung.

Literatur: Ä. H i r x h , Israels Gebete, Frankfurt

1921, .187-.191; J. N e u x n e r I W. G r e e n / E . F r e -

r i c l n , Judaisms and their Messiahs at the Turn of

the Christian Era. Cambridge 1997; C. S c i m l e m .

Erlösung durch Sünde. Judaica 5. Frankfurt 1992;

C. T l i m m i (Hrsg.). Zukunft in der Gegenwart,

Wegweisungen in Judentum und Christentum.

JudChr I . Bern 1976; i l e r s . . Das Messiasprojekt,

Augsburg 1994. T

» (Erweiterte 3. Neuauflage 1997,  S.)

 

«Eschaton / Eschatologie

 

Gemeinsamer Bezug zum Eschaton

Judentum und Christentum sind endzeitbezogene Religionen [sic!]. Bei beiden

bedeutet „die Herrschaft Gottes“

(malkhut schamayim / hasileia lou

theou) eine gegenwärtige und eine

künftige Wirklichkeit (bes. seit D an 2).

Jeder Mensch , alle irdische Macht, die

ganze G eschichtszeit und die Religionsgemeinschaften als ganze gehen

 dem universalen Endgericht Gottes

entgegen, das zum unverlierbaren Heil

der Menschen und zur Verwerfung der

böswillig im Bösen Verharrenden

führt. Das Endgericht zu r Belohnung

und Bestrafung gehen in der Endphase

der Geschichte bedrängende, umstürzend e und auch restaurative Ereignisse voraus, welche die Welt und die Gehichte für den nach tag Endpunkt

Geschichtesich vollendurchbruch

schaffenden „Gott alles in allem“

1 Kor 15, 28) reif und bereit machen,

's der alle diese Erwartungen under g

nisseme in ende Begriff hat sich in

christlichen Theologie „ Eschat oloe“" bzw. die „ Lehre von den letzten Tagen“

eingebürgert, tag auf jüdiher Seite besonders die Begriffe 'ätid

(künftig Kommendes) , yöm had-

( Gerichtstag) , yöm 'adonay (Tag

Ewigen) , ^ f , v (End e), 'acharit hayim

(End e der Tage) entsprechen [sic!].

Neuen Testament und im rabbinischen Judentum kommen eschatologische Vorstellungen besonders in

eichn issen zum Aus druck,

n allem Anfang an war Gott für die

Ilten ein Gott auf Zukunft hin

2 8 , 1 0 - 2 2 ; E x 3 , 1 4 ) . Im Zeitalter

der Apokalyptiker hielt die israelitische Zukunftshoffnung eine spezielle

Zuspitzung und Ausweitung. Weil

innergeschichtliche Hoffnungen (z . B .

auf die Restauration der Davidsdynastie) gescheitert waren und weil die

B e d r ä n g n i s s esei t e n s der h e l l e n ist i s

c h e n O k k u p a t i o n s m ä c h t e zum A b f a l l

o der zum T o d viel e r Juden führten

( D an 9 , 1 1 ; 1 M a k k 1; M t 2 4 , 3 7 - 4 2 ) ,

e n t s t an d e in e e r r e g t e H o f f n ung auf den

m ö g l i c h s t b a l d o s t e n t a t i v , endgültig

und u m s t ü r z end in die G es c h i c h t e e in g

r e i f enden Gott , der den V e r f o l g t e n

und G es t o r b e n e n e in e n e u e p o s t m o r -

t a l e E x ist e n z in sein e m n a c h - und ü b e r -

end z e i t l i c h e n R e i c h v e r l e i h e n wird .

Irdische Endhoffnungen

I m Zu s a m m e n h an g m i t den ü b e r R a u m

und Z e i t h in aus g r e i f enden es c hat o l o g i -

s c h e n H o f f n ung e n e n t s t an den V o r s t e l l

ung e n über S z e n a r i e n , dies i c h v o r ,

bei m und n a c h tag Ü b e r g an g in s End r

e i c h Gott es a b s p i e l e n w e r den . D a b ei

g in g es n i e n u r u m S a c h v e r h a l t e , s o n d

e r n v o r alle m u m das V e r h ä l t n i s der

s i c h in der V o r end z e i t w i s s enden G e m

e in den zu den e r h o f f t e n r a d i k a l en

und alles Bis h e r i g e übertreffenden

N e u g es t a l tun g e n . M an e r h o f f t es i c h i m

Zu s a m m e n h an g m i t d e in es c hat o l o g i -

s c h e n „Umbruch der Z e i t e n " ( 3 S i b

1 5 8 ) u . a . die E in s a m m l ung der z e r s

t r e u t e n Israel i t e n {qihhüz galuyiöt: J es

2 7 , 1 3 ; 6 0 , 4 ; E z 3 7 , 1 5 - 2 8 ; J o e l 4 , 1 f

u , ö . ) , den A u t b a u des z e r s t ö r t e n L an d

es und die W i e der h e r s t e l l ung von des s

e n F r u c h t b a r k e i t und P r a c h t ( J es

2 6 . 1 - 4 ; J e r . 3 0 , 1 7 - 2 0 ; H o s 1 4 , 5 - 7 ) ,

die Durch s e t zung der m o n o l a t r i s c h e n

israel i t i s c h e n Gott es v e r e h r ung bei a l l

e n Völkern, Stämmen und N a t i o n e n

( D t n 6 , 4 ; S a c h 1 4 , 9 ; D an 6 , 2 6 - 2 8 ;

v g l . M t 8 , 5 - 1 3 p a r ; R o m 9 - 1 1 ; I K o r

1 5 ; O f f b 7 ) , den N e u b a u J e r u s a l e m s als

W o h n s t a t t Gott es , die E r n e u e r ung des

- 6 1 -

ES C HAT O N / ES C HAT O L O G I E

P r i es t e r tum s , das H in e in s t r ö m ender

H e i den n a c h J e r u s a l e m ( J es 6 0 ) , die

N e u e r r i c h tun g der Herr s c h a f t D a v i d s,

die B e f r e i ung von F r e m d herr s c h a f t und

die Rückkehr viel e r Abtrünniger

( A c h t z e h n g e b e t ; 'ä/ ( ' « H - G e b e t ; O f fb

2 0 - 2 2 ) . Dies es S z e n a r i u m b l i e b für die

jüdisch e G es c h i c h t e prägend bis zum

n e u z e i t l i c h e n m o der n e n Zion i s m u s,

der das S c h w e r g e w i c h t auf die U n v e r z

i c h t b a r k e i t der i r d i s c h e n , israel - und

j e r u s a l e m b e z o g e n e n Ender w a r tun g en

l e g t e .

Jenseitige Endhoffinmgen

Das Juden tum b e z e u g t e zu alle n Z e i t e n

aber auch ü b e r i r d i s c h - j e n sei t i g e es c hat

o l o g i s c h e H o f f n ung e n . I m r a b b in i s

c h e n S c h r i f t tum wird b e t o n t , die k o m m

end e Welt w e r d e alle i r d i s c h e n End h

o f f n ung e n w e i t überragen ( P esK

2 2 , 3 : Gleich n i s von der R ü c k k e h r des

G a t t e n : T h o m a / L a u e r 2 6 0 - 2 6 2 ) . „Diese

Welt (ha-'ohim haz-zeh) gleich t e in em

V o r r a u m , der zu r k o m m enden W e lt

(ha-'olam hah-liä) h in führt. Rüste

d i c h i m V o r r a u m , damit d u in den

S p e i s es a a l e in t r e t e n k an n s t " ( A v 4 , 1 6 ) .

In „dieser Welt " , s o die w e i t r e i c h end e

r a b b in i s c h e Auf f a s s ung , herr s c h e n Ung

e r e c h t i g k e i t e n , Unterdrückung, N o t ,

T o d . In der „ k o m m enden Welt " d a g e g

e n w e r den w e der T o d noch L e i d , noch

Ung e r e c h t i g k e i t , noch E in e n g ung,

noch Haß sein , s o n der n n u r Gott es

L i e b e und v o l l end e t es u n v e r w e l k l i c h es

Mensch e n g l ü c k . S o heißt es in b B e r

1 7 a : „In der k o m m enden Welt g i b t es

w e der Es s e n noch T r in k e n , noch H an d

e l , noch V e r mehr ung , Viel mehr s i t z e n

die G e r e c h t e n m i t i h r e n K r o n end a und

e r f r e u e n s i c h a m G l an z der S c h e k

h in a . " H in e in g es c h o b e n z w i s c h en

dies e und die k o m m end e Welt w u r de

b e r e i t s in r a b b in i s c h e r Z e i t die m es s i an

i s c h e Z e i t (yemöt ham-maschiach).

Bis w e i l e n w u r d e dies e Z e i t e h e r j e n sei t

i g , d . h . zu r k o m m enden Welt g e h ö r i g,

v e r s t an den ( y B e r 1 , 6 ) . M e ist e n s j e d

o c h w u r d e die m es s i an i s c h e Z e i t dies s

e i t i g - end z e i t l i c h v e r s t an den , M o se

b e n M a i m o n v e r h a l f der twei t e n An s

i c h t zum Durch b r u c h .

S c h o n in t a l m u d i s c h e r Z e i t w a r m an in

b es t i m m t e n K r e i s end a r auf b e d a c h t,

k e in e k ö r p e r l i c h e n V o r s t e l l ung e n t n it

der k o m m enden Welt in Zu s a m m e n h

an g zu b r in g e n . In b S an 9 9 a h e i ß t es :

„ Alle P r o p h e t e n p r o p h e z e i t e n n u r ü b e r

die m es s i an i s c h e Z e i t . Über die k o m m

end e Welt aber heißt es : , K e in A u g e

hat es g esehen , k e in O h r hat es gehört

a u ß e r d i r , o Herr ' " ( J es 6 4 , 3 ; v g l . 1 K o r

2 , 9 ) . Für M o s e b e n M a i m o n w a r es bei

der E r w ä g ung dies es S p r u c h s w i c h t i g ,

d a ß es „in der k o m m enden Welt w e d er

e in e n Körper noch e in e körperliche

F o r m g i b t " ( M i s c h n e Tora , B u c h des

W i s s e n s , H i l k h o t t es c h u v a 8 ) . Es k o n n t

es i c h aber w e der die Auf f a s s ung , m an

k ö n n e von der k o m m enden Welt nichts

sagen , durch s e t z e n , noch die m a i i t i o -

n i d i s c h e Aus s a g e von der a b s o l u t en

G e ist i g k e i t . Der H a u p t g r und für die

O p p o s i t i o n d a g e g e n w a r die Auf f a s s

ung von der in der k o m in enden Welt

s t a t t f in d enden Auf e r s t e h ung zu r B e l

o h n ung und B es t r a f ung . Der g an z e

Mensch , b es t e h end aus L e i b und S e e l e ,

m ü s s e b e l o h n t o der b es t r a f t w e r d en

( b S an 9 1 a : Gleich n i s v o m B l in den und

v o m L a h m e n ) .

Neutestamentlicher Eigenweg

In der P r e d i g t J es u von der End herr s

c h a f t Gott es herr s c h t e in e i g e n t ü m l

i c h es N ebene in an der von G e g e n w ä r t

i g k e i t und Zu k ü n f t i g k e i t s o w i e Dies s

e i t i g k e i t und J e n sei t i g k e i t . E in e r sei ts

heißt es : „ Die Z e i t ist e r f ü l l t , die Herr s

c h a f t Gott es ist n a h e ; k ehre tum und

g l a u b t an die F r o h b o t s c h a f t " ( M k

1 , 1 5 ) ; es g e h e j e t z t d a r u m , in s R e i c h

Gott esein zu g e h e n ( M k 9 , 4 7 ) ; dies sei

- 62 -

ES C HAT O N / ES C HAT O L O G I E

i den t i s c h m i t : in s Leben e in g e h e n ( M k

9 , 4 3 ) . An der sei t s wird das s c h l e c h t h in

s e l b s t ä n d i g e , u n v e r f ü g b a r e und u n b e r

e c h e n b a r e K o m m ender Gott es herr s

c h a f t b e t o n t ( M t 2 4 , 3 2 - 4 2 ; L k 1 7 ,

2 2 - 3 7 ) . Es ist e in e n e u t es t a m e n t l i c he

W es e n s aus s a g e , daß in Christ u s die

End herr s c h a f t Gott es g r und g e l e g t und

d a r g es t e l l t ist und d a ß an i h m v o r bei

k e in H e i l in der End herr s c h a f t Gott es

m ö g l i c h ist ( J o h 1 4 , 6 ; 1 P e t r 2 , 1 - 1 0 ) .

Die i m Leben , T o d und in der Auf e r s t e h

ung Christ i zum v o l l e n Aus d r u c k g e k

o m m e n e End herr s c h a f t Gott es wächst

unden t f a l t e t s i c h von i h m h e r zu r l e t z t

e n „ F ü l l e der Z e i t e n " (Rom 1 1 , 2 5 - 3 6;

I K o r 1 5 , 2 0 - 2 8 ; 1 P e t r 1 , 3 - 7 ),

Jüdisch-christliche Bedeutimg

Bei m l e t z t e n End punkt der Mensch h

e i t s g es c h i c h t e , wen n alle und alles in s

End r e i c h Gott es übergehen w e r den,

wirdes k e in e jüdisch - c h i ist l i c h e K o n k

u r r e n z v o r tag „ Gott alles in alle m "

g e b e n . I m An s c h l u ß an I K o r 1 5 , 2 8

b e m e r k t e F r an z R o s e n twei g ( 1 8 7 6 -

1 9 2 9 ) : „An diesem Punkt, wo Christus

aufhört der Herr zu sein, hört Israel

auserwählt zu sein; an diesem Tage

verliert Go « den Namen, mittag ihn

Israel alle in anruft: Gott. Bis zu diesem

Tage aber ist es Israels Leben, diesen

ewigen Tag in Bekenntnis und Handlung vorweg zu nehmen, als ein lebendiges Vorzeichen dieses Tages dazu stehen, ein Volk von Priestern, mit tag

Gesetz durch die eigene Heiligke i t den

N a m e n Gott es zu h e i l i g e n " ( B r i e fe

B d . I , I 3 4 f ) . Das H in s c h a u e n , H a r r en

und Zu g e h e n auf das Es c hat o n ist für

Juden und Christ e n g l a u b e n s - und

leben s b es t i m m end . Alle religiösen

R i s s e und alles mensch l i c h e Ungenüg

e n w e r den i m Es c hat o n in Gott auf g e h

o b e n sein . Von d a h e r w e r den auch die

jüdisch - christlich e n G l a u b e n s d i f f e r e n -

, E e n r e l a t i v .

Von e in e m r i g o r ist i s c h e n es c hat o l o g i -

s c h enden k e n k an n j e d o c h auch e ine

G e f a h r aus g e h e n : B es t i m m t e jüdische

T e x t e e r warte n n u r e in e jüdLsche R e c h t f

e r t i g ung i m Es c hat o n , während die

Weltvölker s c h e i t e r n ( v g l . P es K 2 1 , 3 ;

T h o m a / L a u e r 2 5 2 - 2 5 6 ) . Ä h n l i c h r e d en

christlich e T e x t e d a von , daß n u r e in e

christliche R e c h t f e r t i g ung s t a t t f in d en

wird . E in es c hat o l o g i s c h es Den k e n ist

n u r d an n für alle zum S e g e n , wen n m i t

tag 'älenü-Gtbex e r warte t wird , daß

alle Mensch e n ohne k o n f es s i o n e l l en

und volk s m ä ß i g e n U n t e r s c h i e d schließl

i c h zu r An b e tun g des N a m e n s des

Gott es Israel s g e l an g e n w e r den und d aß

dies e r Gott auch fähig und w i l l e n s ist ,

a m End e „alle Übeltäter der Welt zu

s i c h zu b e k ehre n " (ähnlich Rom

1 1 , 2 5 - 3 2 ) . Für die jüdisch - christliche

B e g e g n ung ist f e r n e r der z w a r v e r s

c h i e den a k z e n t u i e r t e , aber d o c h g a in d -

s ä t z l i c h e K o n s e n s w i c h t i g , d a ß die es -

c hat o l o g i s c h e n H o f f n ung e n s i c h n i c ht

auf bloße J e n sei t s h o f f n ung e n r e d u z i e r

e n l a s s e n , daß sie viel mehr m i t i r d i s

c h e n Ender w a r tun g e n v e r b unden b l e i b

e n . Schließlich h a b e n Juden tum und

Christ e n tum die Auf g a b e , zu b e k e n n e n ,

d a ß das Es c hat o n nicht e r r e c h n e t , n i c ht

h e r bei g e d r ä n g t und nicht v e r die n t w e r d

e n k an n ( g e g e n Z e l o t e n und K r e u z f a h -

r e r tum ) . Die Ender f ü l l ung der G es

c h i c h t e ist e in G es c h e n k Gott es.

/" Apokalypliic; Auferstehung; Bibel; Christus/

Christologie; Gott; Messias; Neues Testament;

Reich Gottes; Schekhina; Unsterblichkeil; Zionismus.

Literatur: L Jacob.t. Herrschaft Gottes / Reich

Gottes (Judentum), in: T R E 15, Berlin 1986,

190-196; H . Kessler. Sucht den Lebenden nicht

bei den Toten. Die Auferstehung Jesu Christi in

biblischer, fundamental-theologischer und systematischer

Sicht, Düsseldorf 1985; F. Rosenzwein.

Briefe und Tagebücher. 2 Bde. hrsg. v. R. Rosenzweig

/ E . Rosenzweig, Haag 1979; R . S c h n a c k e n b

u r g (Hrsg.), Zukunft. Zur Eschattilogie bei Juden

und Christen, Düsseldorf 1980; C. T h o m a /

S. L a u e r (Hrsg.). Die Gleichnis.se der Rabbinen.

Erster Teil; Pesiqta deRav Kahana (PesK), Einleitung,

Übersetzung, Parallelen, Kommentar, Texte,

Bern 1986. T

» (Erweiterte 3. Neuauflage 1997,  S.) #hier

 

«Gleichnisse

 

Umschreibungen und ein Beispiel

Im neutestamentlichen und im rabbinschen Verständnis sind Gleichnisse von

Bibelerklärern und Predigern gestaltete

Kurzerzählungen mit einer Pointe (rabbinisch Chidilusch: uner warte te Neuheit, überraschende Wendung der Erzählung), die Offenbarungsinhalte verständlich, anregend machen und in

einem neuen Licht erscheinen lassen

sollen. Das Gleichnis hat twei Ebenen:

die Ebene der profanen Erzählung

(Ma.uhal. parcdxde, Rhema, Bildhälfte)

und die Ebene der Offenbarung

(Nimschal, Sachhälfte, Thema, das Gemeinte und Geforderte).

In der rabbinischen Tradition gilt König Salomo als erster großer Gleichniserzähler und -deutendies wird besonders aus C an t1,  : P r o v 1 , 1 , und Koh 12, 9 heraus gelesen. Laut ShirR 1 , 8 erzählte Rav Nachman folgendes Gleichnis : „Gleiche in e m großen Palast mit

vielen Türen. Jeder, der in ihn eintrat,

ging von der Türe an den falschen

Weg, Da kam ein Kluger, nahm eine

Schnurspule und befestigte sie für den

Rückweg an der Tür. Nun konnten alle

eintreten und den Weg mittels der

Schnur an der Spule f in den . So : Bevor

Salomo kam, konnte kein Mensch die

Worte der Tora im rechten Verständnis

erschließen. Als aber Salomo kam, begannen alle die Tora zu interpretieren.“

Ein Gleichnis soll tag nach die Tora

„begehbar“ machen und sie der religiösen Gemeinschaft praktikabel und

plausibel vorlegen. Damit wird das

Gleichnis zu einem literarischen Ereignis und eine mhermeneutischen

Schlüssel zur Weitergabe der Tora. Die

Pointe imer wähnten Gleichnis ist die

vom Klugen angebrachtes chnurspule.

Das Beispiel macht auch deutlich, daß

die Gleichniserzähler bei der Wahl ihrer Bilder und Metaphern ausein em

Pool schöpften, der durch aus auch mit

giechisch-hellenistischen Vorstellungen

und Ideen durch tränkt war, diesie tag

Zweck des Gleichnisses unterordneten.

- 7 0 -

 

Jesus und die Rabbinen

Jesus war einer der frühesten großen

Gleichniserzähler. Er ist damit auch ein

prominenter Vertreter der frühen jüdisch-religiösen Literaturgeschichte.

Die ca. 4 0 jesuanischen Gleichnisse

woll endie Offenbarung handhabbar

machen . Das wichtigste Stichwort des

Gleichniserzählers J es u s ist das R e i c h

Gott es . Es bein h a l t e t bei i h m mehr e re

A s p e k t e der O f f e n b a r ung Gott es , b es

o n der s aber die praesentia Dei mitten

i m Volk Gott es und in der Mensch h e i t

s o w i e das H in e in w a c h s ender von Gott

wir k s a m An g es p r o c h e n e n in seine

Herr l i c h k e i t ( v g l . b es . das Gleich n i s

v o m Sämann [ M t 1 3 , 1 - 9 . 1 8 - 2 3 p a r | ;

das Gleich n i s v o m F i s c h n e t z [ M t

l 3 , 4 7 - . 5 0 ] ; das Gleich n i s v o m großen

G a s t m a h l [ M t 2 2 , 1 - 1 4 p a r ] ; das

Gleich n i s von den z e h n J ung f r a u en

[ M t 2 5 , 1 - 1 3 ] ; das Gleich n i s [ E x e m -

p e l ] v o m r e i c h e n M an n und v o m a r m e n

L a z a r u s [ L k 1 6 , 1 9 - 3 1 ] u s w . ) .

Auch u n t e r den R a b b in e n g a b es g r o ße

Gleich n i s e r z ä h l e r Die h e r v o r r a g end s

t e n u n t e r ihn e n wir k t e n i m 2 . - 5 . J h . in

G a l i l ä a : R a b b i M e i r R a b b i L e w i,

R a b b i B e r e k h y a , R a b b i Y o c h an an b a r

N a p a c h a u . a .

In s g es a m t g i b t es über 2 0 0 0 r a b b in i s

c h e Gleich n i s e . C a . 3 8 0 d a von s ind

von T h o m a / L a u e r / E r n s t in d r e i Bänden

k r i t i s c h e die r t und in t e r p r e t i e r t w o r den .

Die Frühphase der r a b b in i s c h en

Gleich n i s s e w a r i m I . und 2 . J h . Die

k l a s s i s c h e ( a m o r ä i s c h e ) P h a s e w a r b es .

i m 3 . - 5 . J h . D a zu ist ( in den s p ä t e r en

M i d r a s c h w e r k e n ) die aus g i e b i g espätp

h a s e v o m 6 . - 1 1 . J h . ( als o bis in s

f r ü h e Mitte l a l t e r h in e in ) h in zu zu n e h m

e n . Dies e E in t e i l ung ist e in e r e in

z e i t l i c h e . Q u a l i t a t i v h o c h s t e h ende

Gleich n i s s e k o m m e n in alle n g e n an n t

e n P h a s e n v o r Die jüdisch e T r a d i t i o n

hat das s t e t s n e u e Gleich n i s e r z ä h l en

bis h e u t e n i e v e r n a c h l ä s s i g t . Die K a b b

a l a und der C h a s i d i s m u s q u e l l e n g e r

a d e zu über von viel f ä l t i g e n Gleich n i s e

r z ä h l ung e n und - d e u tun g e n .

Ch ristlich -jüdische Relevanz

Die jüdisch e und die christlich e R e l i g

i o n leben i m s t a r k e n Maße von der

E r z ä h l ung und von der E r in n e r ung

(zikkaron, memoria). Bei der e l i g i o n e n

l a s s e n s i c h w e der auf D o g m e n n o ch

auf die H a l a k h a r e d u z i e r e n , wen n a u ch

die . s e beide n E l e m e n t e nicht bei sei te

g es c h o b e n w e r den können. Christ en

und Juden hat t e n s i c h s e l b s t und i h r e m

G e g e n ü b e r s t e t s viel zu erzählen.

Durch Gleich n i s s es in d sie e in an d er

n ä h e r g e k o m m e n .

E r z ä h l ung e n s in d in j e der G e n e r a t i on

n e u zu g es t a l t e n . I h r m o der n e r p a r a d i g -

m a t i s c h e r H a u p t in h a l t ist die v e r g an g

e n e und g e g e n w ä r t i g e E n t twei ung s u

n d F e in d s c h a f t s g es c h i c h t e i m L i c h t

der O f f e n b a r ung Gott es . E r f o r der l i ch

ist e in e E r z ä h l k u l t u r die V e r g an g e n h

e i t , G e g e n w a r t und Zu k u n f t i m B l i c k p

u n k t hat . Die r a b b in i s c h e n und j es u an

i s c h e n Gleich n i s s es in d in i h r e m K e r n

ö k u m e n i s c h und in t e r k u l t u r e l l . Sie b i l d

e n mündliche T r a d i t i o n e n , die das

Wir k e n Gott es für die j e e i g e n e Z e i t

r e k l a m i e r e n . I h r e Brückenfunktion

soll t e g e r a d e in der Z e i t n a c h tag

H o l o c aus t k r e a t i v w a h r g e n o m m en

w e r den .

/ Aggada; Jesus von Nazaret; Midrasch; Reich

Gottes.

Literatur: P. I X u h u t n i x f ! ' Rabbinische Gleichnisse

und das Neue Testament, JudChr 12, Bern 1988;

H p . Emst. Dieschekhina in rabbinischen Gleichnissen,

JudChr 14. Bern 1994; ß . Flus.ser. Die rabbinischen

Gleichnisse und der Gleichniserzähler

Jesus, I.Tcil: Das Wesen der Gleichni.s.se. JudChr

4. Bern 1981; I ) . S t e r n . Parables in Midrash, Narrative

and Exegesis in Rabbinic Literature. Cambridge

Mass. 1991; C, T h o m a / S. U i u e r / H p

E r n . i l . Die Gleichnisse der Rabbinen. 3 Bde.. JudChr

II). 13.16, Bern 1986 1991.1996: B . H . Y o u n n .

Jesus and His Jewish Parables. Rediscovering the

Roots of Jesus' Teaching, New York 1989. T

» (Erweiterte 3. Neuauflage 1997,  S.)

 

 

Dankbarkeit und insofern recht (anstatt popularisierte/interessiert) verstandene Demut ziehen Intuitivität an (immerhin sogenannte 'Selbst-', genauer Alleinherrlichkeit schließt gegen s/Sie und von ihr ab – [un]bekanntlich eben selbst aggressiv zu deutender Tymos/JeTZeR drunten, überhaupt Unternehmertum, nicht notwendigerweise): „Gerade wenn man Erfolg gehabt hat, und das nicht nur feiert, sondern reflektiert, dann stellt man immer wieder fest: 'Ja, da haben doch viele [gar mehr als nur duldend: O.G.J.] geholfen. Da waren viele; die mich unterstützt haben, die mich gefördert haben, die mich beschützt haben, die mir den Weg geebant haben.' Und je mehr man dieses innere Bewustsein [sic!] der Dankbarkeit - das ist mehr ein Gefühl [eine nicht nur inner, also vieldeutig und vielfältig (atatt eindeutig und scharf fokusiert) ausstrahlbare, Einstellung bis Haltung; O.G.J.] - dieses Bewustsein der Dankbarkeit in sich pflegt und kultiviert [sic! Eher 'zivilisiert'? O.G.J.], das ist ein schöner Närboden für Intuition. .... Zusammenarbeit ist immer in erster Linie Wertschätzung: 'Ich muss [sic!] es [mir und/oder] dem anderen zutrauen.'“ Was gemeinschaftlich, gar gesellschaftlich [O.G.J.] zu kultivieren wäre, so dass andere erkennen: "die wissen worauf's [immerhin ihnen] ankommt. Werte haben heißt ja 'ich weiß worauf's ankommt.'" Auf allern Ebenen [interaktiver, hirachischer, inhaltlicher pp. Arten] zu wissen [sich sogar bis eher darauf zu verständigen? O.G.J.] was passieren soll und was nicht passueren dürfe. (Götz Werner)

 

Allerdings sind und werden Skepsis und gar Zweifel gleich gar 'nachträgliche' / wissbarkeitssensitive und qualifizierte anstatt totaöitäre Formen selbst von Vorsicht und Revision inklusive – ausgerechnet hier, im Hochschlosslügel geradezu zwischen Dasein und Erfahrung, weder undankbar, noch schlecht – und gleich gar nicht in Abrede zu stellen. Die/der Menschenheit verdankt diesen – es sind und bleiben ja selbst und gerade – Achtsankeiten Vieles, nicht Alles und auch nicht nur Gutes, doch und also sind s/Sie entgegen massiver, bebachbarer anderslautender Irrtümmer, vis Behauptungen – nicht der böse Feinmd des Vertrauens/(Glaubens sondern sein (qualifiziert aufgehobenes) Korrektiv der dennoch Hoffmung bis bedingungslosen Liebe - und schlichter Vertragsnotwendigkeiten mit Verbindlichkeiten (also Schulden im Unterschied zu 'Sündenschuld') und Verlässlichkeitsbedürfnisse.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unterm AHaWaH-Saal der gar qualifizierten Liebe

MiLoT Ha-KeSSeM 'Wunderwörter' Halle: SeLiCHa! ToDa! BeWaKaScha!

E.B. Gegenrechnung noch vor Theodize-Problem. (Vgl. auch was ein und das ebenso schreckliche Ereigniss einer Notlage/Katastrophe 'vor 1755 und danach' bzw. unter nicht mechanistischem Weltbild ('Not lehrt beten') und im Bann bis Wahn des/der Menschen den vollständigen, deterministischen Überblick zumindest über diesphäre der 'Natur' zu bekommen bis zu haben auslößt)

 

 

 

Entschuldigung versus Verzeihung

Zu den, eben nicht nur drunten, so besonders wirkmächtigen der basalen Unachtsamkeiten gehören die analoge Verwechslung bzw. univoke Gleichsetzung

vom einlößenden bis erlösenden Ende einer (gar jeden spezifischen? - wie auch immer näher zu bestimmenden vorgeblichen und/oder tatsächlichen) Schuld

mit

dem Vergeben und/oder Verzeihen (zumal ausgerechnet auch noch als gerade deren Erlass bzw. Streichung, vorzugsweise als Fehler, aus der Erfahrung. - Also in der Rauschsphäre mehr oder minder äquivalenter von Leistung und Gegenleostungver- bis gefangen).

Ein zumindest protestantisches wenigstens Missverständnis, namentlich der Übersetzung in's Griechische und aus Begrifflichkeiten besonders der 'Vater-unser-Bitten' bzw. satisfaktionstheoretischen Erlösungsverständnisses nicht zuletzt des späten Augustinus, in der neuzeitlichen Geistesgeschichte, zumal der Ökonomie des Christentums mag - gar mitursächlich äh schuldhaft - daran beteiligt sein/werden.

The graceful apology - nicely timed and sincerely, meant - is a curtsy to civility, a gesture that helps people put up with each other, and keeps the little hassles within tolerable bounds.

 

Ja, ich, wir – bis gerade G-tt – vergebe/n und verzeihe/n selbst sich/uns/mir respektive ausgerechnet Ihnen/Euch, durchaus auch (sogar monetär unbezifferbare) Schuld/en, zuzmal erlassend. – Nein, weder erfolgt solches (gar inklusive möglicher Vertöchterungen und Versöhnung) bedingungslos / voraussetzungsfrei ohne Vorbehalte, oder etwa ständig (namentlich aus/als Liebe oder Opfer) andauernd, noch irgendwie (zumal rein einseitig), irgendwann von selbst / deterministisch automatisiert; gleich gar nicht als/durch Entschuldigung / Sündenerlass, oder (zumindest vergessender) Löschung/Vergehen des Geschehenen / qua Vernichtung (ziel)verfehlender Erfahrung, bis magisch-wundersamer Versetzung an den rechten Ort, was – hinreichend genau genommen – weder qualifiziert eint, gar gleich macht, oder (etwa karmatisch oder wi[e]dergeährend) erneuert / repariert, noch jemand/etwas vollendet.

 

Eines der entscheidenden Gegenteile von Dank bzw. Dankbarkeit ist übrigens nicht so sehr Undank - sondern (die - masslose/unbedingte) Gier (bekanntlich durchaus mit Begierden verwandt - und keineswegs verzichtbar oder völlig schlecht bis anzuschaffen).

Regel Nr. 18 sei: Es ist besser um Verzeihung zu bitten, als um Erlaubnis.

Mache Leute erzählen/messen und fühlen ja, dass Mimik oder nonverbale Kommunikation weniger Täuschungspotenziale mit sich brächten als etwa Wortsprachen, - Wir beobachten jedoch, dass selbst bicht-spontane, unautentische Versuche etwa zu Lächeln (aber auch traurig oder wütend auszusehen) durchaus einen, kleinen aber immerhin nachweislichen Effeckt auf die eigene (ja durchaus auch ansteckungsgefährliche) Gefühlslage haben. Der quasi - zumindest spiegelneuronake - Trick mit der Grundeinstellung 'Dankbarkeit' - namentlich für das wofür/worüber, man es autentisch sein kann (also eben nicht notwendigerweise/verkrampft bzw. spontan erzwungenfür das, gar jeweils Spezifische oder allgemeine, Übel) - weißt noch größere Potenziale auf - aber lässt sich noch weniger erzwingen/verordnen, als angemessene dosierte Gesten bzw. höfliche Form(ulierung)en.

 

Zugleich 'nebenan und etwas tiefer' bemerkte immerhin Machiavelli, dass Macht zu haben dadurch charakterisierbar sei, sich nicht entschuldigen zumüssen (Der Fürst). Was es janicht notwendigerweise erleichern muss, es zu tun.

Der gar formelhafte bis ritualisierte Gebrauch von Worten und Gesten (Begavioremen überhaupt) kann - nicht zuletzt durch inflationären bzw. entwertenden Gebrauch - verkommen, indes ist der Anspruch, dass ihre Einsparung durch reine ihnen gar entsprechende Geistes- oder 'wenigstens' Körperhaltung zuersetzen bis bereits ausgeglichen sei kaum einzulösen/erfüllbar. - Auch beleidigt ein Zuviel an Höfkichkeit niemanden (ohne es ausschließen/verhindern zu können), während sowohl ein Zuviel wie ein Zuwenig an Formen sehr belastend sein/werden kann bis muss.

Auch die /(einseitig vorleistende bzw. einggehaltene) Logik der, gar der goldenen zumindest aber, Rezipozitätsregel sorgt eben weder dafür, dass 'wer sich entschuldigt' auch entschuldigt wird, noch dafür, dass sich deswegen überhauot keine Konsequenten (insbesonderesogar gerade ausgerechnet entschuldigten Verhaltens) ergeben. Nur weil die Entscheidungsbastion (namentlich des und der Anderen) von hier aus nicht (gleich gar nicht absolut vorher)zu sehen ist, muss janicht auch die ganze Burghofseite der Fasade des Handelns an und von diesem Schloßflügel ignoriert werden.

 

Kausalitätsfanatiker - also, namentlich zeitgenössischsche, Menschen - sind/werden oft so bemüht, die (sie gar ultimativ erzwingende) Bedingung/Voraussetzungen für Vergebung zu finden, dass sie es versäumen sich und anderen zu vergeben.

Weitere, besonders wirkmächtige Irtümmer bis Fehler liegen hier in/an den omnipräsenten Verbindungfen respektive Verwechslungen von Vergeben und Vergessen - den wohl zuverlässigsten Vorraussetzungen für Lern- und Erinnerungsversagen überhaupt (also weiter andauernde Ziekverfehlungen). - Womöglich war oder ist mit der, aorachlich bis didaktisch bestenfalls unglücklichen, Vorstellungs-Verbindung (von Vergeben und Vergessen) etwas anderes (als noch ein Verzicht auf / Abschaffungsversuch des Futurum exactum /ZaCHoR wirklicher Weltwirklichkeit[en]) gemeint - nämlich etwa. sich und/oder dem/den anderen Verfehlungen und erst recht Verletzungen nicht (für immer anklagend und Entschädigungen bis Rache nzz. Entblößende Demütigungen verlangend) nach zu tragen / vor zu halten, duese (gar bereits denkmöglichen, virtuellen) schlechten/bösen Verhaltensweisen nicht zum Anlass für unendliches bis absolutes Misstrauen gegen sich/andere oder immerhin wider diese Person/en zu nehmen, respektive manche zumal wohlgemeinte (oder belehrende) Varianten mehr.

 

Nicht einmal das Beenden von Beziehungen bzw. Vermeiden künftiger Interaktionshandlungen mit seinen sogenannten 'Schuldigern' (gleich gar und gerade im nicht-monetären, partnerschhaftlich wechselseitigen Sinne respektive nach diesnezüglichem Ausgleich im Rechtsfrieden) taugt als Beleg gegen Vergebung (auch nur auf einer beteiligten Seite). Und hier trifft sogar auch einmal der Umkehrschluß zu: Auch noch so freundschaftlicher Umgang miteinander ist kein gültiger Beleg für duch freiwilligkeit qualifizierte Vergebuung - sondern kann immerhin ein Zeichen/Ausfruck akzeptierter/anerkannter (durchaus rational angeratener, insbesondere auszudrückender bis allmählich zu übender, gar anstatt 'nur' bzw. spontan so empfundener pp.) Entschuldigung sein/werden.

 

 

Zu den bestenfalls Missverständnisen über und von 'Entschuldigung', bekanntlich nur allzugerne mit Vergebung interveriert, gehört dass sie (beie) mit Vergessen cerbunden bzw. zu erledigen sei(en). Vorstellungen, die zwar bereits/spätestens mit jenen Wirklichkeitskopepten des Vorfindlichen (OLaM bis OLaMoT) konfligieren, die ein Futurum exaktum anerkennen (so dass überraumzeitliches Bewustsein/werden Ereignisse eher umfasst und mehrstufig aufhebt, eben qualifiziert repräsentiert, als sie vernichtet; vgl. etwa die Denkform auswischbarer Aufzeichnungen als bis anstatt deren Handhabung, der sich etwa Paulus sich griechisch, zur Veranschaulichung der alternierenden Umgangsangebote G'ttes mit gar Ihren Zielverfehlungen äh 'der Sündenvergebung', bedient); vor allem aber wird das Vergessen (das nicht Erinnern AL ZaCHoR von Erfahrung, namentlich anstatt ihrer präsenten Deutungsreflektion, womöglich anstatt ganz irritationsfreier Geborgenheit in abgeschlossenem Sein) zum Lernverhinderer/Reproduktionsanführer - gleich gar wiederholte Ereignisse bis 'charakterliche' Muster von Verhalten betreffend.

Eigentümlich bis verräterisch ist ja auch, dass bzw. wo und wann einem Vergessen durchaus - sogar von jenen Personen, die görne hätten, dass wir/jemand ihnen vergibt/vergeben bzw. Kritik ersoaren - übel genommen wird.

Sich zu entschuldigen findet nicht nur die gesammte Bewertungspalette von Schwäche bis Stärke , sondern ist weit darüber hinaus und darum herum bedeutsam - selbst wo es vorgeblich und/oder erzwungen erfolgt ist es wirksam, doch bleiben seine Wechselwirkungen auch danicht frei von Ambivalenzen wo es sowohl authentisch wie aus Einsicht in Irritationen oder gar Schädigungen erfolgt (was im Unterschied zur Überzeugung vieler Leute keineswegs das Selbe ist).

 

 

«Wo lassen sündigen?» so wurde etwa auch Paul Chaum Eisenberg von einem Rabbinerkollegen gefragt und habe geantwortet: «Das besorge ich ganz allein.»

Na klar war oder wird auch mit darauf angespielt, dass manche Leutesich von Anderen, sprich exemplarisch von Nichtjuden, helfen (namentlich etwa jenen nicht Untersagtes erledigen) lassen, oder etwa am Schabbat Zeitschaltuhren einzusetzen trachten; und gemeint ist insbesondere, dass ja allerlei Antriebe bis Gründe für Regelverstöße (zumal für 'klein' oder gar 'leicht' erklärte bzw. gehaltene) spräche, gar für durchaus absichtliche, angenehme, pragmatische etc. pp. (vgl. auch die gar universelle Einsicht, dass 'Not kein Gebot kenne' - inklusive des omnipräsenten Nachschlags der Debatten darum bzw. Unterstellungen 'wie echt oder drängend' diese tatsächlich ... Sie wissen schon - auch um die Häme, dies anderen 'Kulziten'/Ethnien zu bestreiten bzw. sie zielgerichtet zu überfallen).

Die 613 Ge- und Verbote der zudem so gerne 'Gesetz' genannten, rabbinischen Halachah-Tradition, des überlieferten Judentums sind auch insofern ein wichtiges Beispiel sogar durchaus lustvoller Normerfüllung bis MitZWoT, da sie - und dies bereits (letztlich wohl durch Belehrungsverzicht belegt und allenfalls von Judenfeinden bestritten) eingeräumter massen - gerade nicht alle allgemeinverbindlich für alle und von allen Menschen (janicht einmal alle Geschlechter, Berufsgruppen pp. im Judentum) gleich gefordert sind/werden.

Mizwot - zutreffend auch 'gute Taten' genannt und dennoch damit nicht einmal hinreichend beschreiben, geschweigedenn getan.MitZWoT eher mit, gar heilige, 'Verpflichtungen' oder auch 'guten Taten' zutreffend übersetzt.

Denen - den ganzen respektive jeweils aktuellen Rechtsordnungen - durchaus gegenüber und insbesondere (eher auch) darin (denn nur 'dazu') ausdifferenziert ist/wird 'der harte bzw. innere/innerste Kern (des Ethischen)' [Abb. Nusschale?] von je nach Formulierung etwa '('Noas') sieben bis zu ('dekaöohischen' respektive 'hamurabischen' oder etwa 'weltethischen') zwölf' eine vernünftigerweise bis interkulturell konsensfähige - in ihrer Notwendigkeit dadurch bedingte, dass überhaupt gegen sie verstoßen wird - Grundlage von (zumal zwischenmenschlicher) Koexistenz der/von Lebenwesen. -

Die in (der einen): 'Liebe deinen Nächsten wie bis als dich selbst' zusammengedacht gesehen werden kann.Es lehrten unsere Meister. Rabbinische Geschichten. Freiburg i.B. 1979. Was übrigens gerade Anhängren von Reinkernationsvorstellungen nicht leichtferig abgesprochen werden muss, da geradesie final aus 'Andereschädigenden Daseinszyklen' heraus zu kommen trachten; und da Barmherzigkeitsvorstellungen und insbesondere Verzweckungspraktiken wider sich und auf Kosten seiner selbst ... Sie wissen wihl schon.

[jer-mitzwot.html: Von den 613 zu dem einem gar universalistischen [Es lehrten unsere Meister; J.J.P.]

 

Nicht exklusiv, und zugleich keines der vielen mehr als systemisch minimal

(etwa in Formulierungen der sieben noachidischen, doch inhaltlich universellen Grundregeln des Ethischen oder zumindest des Rechts)

koexistenz-notwendig, ist hingegen ein dennoch wichtiger Anlass für das überhaupt Bemühen des und der Menschen um gar eigene Besserung (respektive Heilung bis Vollendung der Weltwirklichkeiten TiKuN HaOLaM) - die Überzeugung bis Erfahrungsgewissheit, dass G'tt uns - 'immerhin' oder 'zumindest' unter Bedingungen bis gar im qualifizierten Sinne gnädig - vergibt.

Geheimnis - eine, hier gar verratene, Inselgruppe der Erfahrungswelten

Gibt es allerdings (oder findet/gebraucht jemand), entgegen durchaus verbreiteter, vielerhoffter und immerwieder versprochener Behauptungen und Lehren - insbesondere der Substitutionstheologie oder 'Alles-wi((e)der-gut-Machung/Werdenss'-Vorstellungen (namentlich durch Schöpfungswirklichkeitsauflösung) -

keine universellen Generalmittel zur (vom GriechischenGriechisch: Hockey - Wettbewerbsöogiken der Verzweckungher) 'Aus-X-ung' genannten, doch rest- und spurlos gemeinten/verstandenen, Löschung von Zielverfehlungen aus allem wirklich geworden sein werdenden (dem Futurum Exaktum) fientischen Geschehen (gar mittels insbesondere heteronomistisch bzw. motivational so omnipräsenten Ausgleichs-Praktiken wie: Watschenmädchen/Prügrlknaben, Sündenbock respektiveschuldige bis Ersatz-Opfer-bringen äh töten - aus dem was, namentlich von asiatischen Denkformen herrüber zum Schloss unserer Wissbarkeiten, gerne 'Karma' oder 'Schicksal' bzw. 'speicherbewusst' genannt wird),

werden wir Lebewesen G'tt und (zumindest) anderen Menschen/Wesen

·         selbst jenseits bzw. abgesehen von und gerade nach

·         (Rück-)Zahlung/Ableistung privatrechtlicher bzw. öffentlichrechtlicher Schulden, Gebühren und Dienstbarheiten,

·         Verbüßung von strafrechtlichen Sanktionen respektive auch bei (ja gar manchmal durchaus - in hinreichender anstatt in absoluter Weise - möglicher) Einhaltung aller sieben noachidischen 'Grundgebote' des Ethischen (Hoffens) plus der lokal gültigen je zeitgenössischen Rechtsordnung(en),

·         ja sogar der Erbingung von: zweckbedingter Arbeitsleistungen und Nächstenliebe, z.B. Wohhtaten/Allmosen/Fürbutten, Achtsam- bzw. Freundlichkeiten (auf/für was 'gesund', 'natürlich', 'ökolpgisch', 'fair gehandelt', 'sozial ausgewogen', 'kultur- bzw. religionsverlräglich / traditionsgemäß', 'political correct', 'gendergerecht' oder etwa 'unprovokativ' pp. sei) und (gar dabei bis so Anderheiten qualifiziert respektierende) Höfkichkeiten, über das (gleich gar professionell) angebrachte Mass hinaus,

·         und selbst bis gerade der Heilung/Vollendung der Welt TiKuN OLaM bzw. der (gar 'persönlicher') Weisheit(svervollmitnung) zu -

so Manches, im versäumt- und verfehlt-habenden Sinne, an jener Gerechtigkeit 'schuldig geblieben', die wir 'droben'/jedenfalls vor/bei G'tt haben sollten - i/Ihrer (und zumal unserer eigenen) durch Freiheit qualifizierter- und riskannterweise eben auch ausbleiben könnender, Vergebung und/oder Verzeihung, eben Euer Gnaden / Formen der Gnade durchaus drunten bedürftig - sein.

 

Zwischen der Wirksamkeit bzw. dem Gewicht des verbalen und des nonverbalen Gebrauchs der drei Behavioreme/Verhaltensweisen ist kaum grundsätzlich zu entscheiden. Doch genügt entschuldigendes, bittendes und dankendes Denken bzw. Reden allein noch nicht als, oder auch 'nur' für, jede Tat.

Wohl noch besonderere Eigentümlichkeiten - und zumindest daher wohl auch Bedeutung - weist das (mit dem) Entschuldigen auf: Wie geht das eigentlich? Was ist oder wird möglich?

Jemanden zu entschuldigen ist ja einerseits so etwas wie das Übermitteln einer Verhinderung bis zur (mehr oder minder stichhaltigen) Begründung respektive Erklärung einer Abwesenheit, die zumindest persönliche, namentlich emotionale, Nachteile oder gar (Veränderungs-)Aufwendungen etwa für eine 'Gast-gebende' Person betreffen. Weitererseits geht es dabei um ein Verhalten - häufig auch ganz anderer Art - das einen - nicht notwendigerweise auch einen bezifferbaren, gar dann besonders großen - Schatten bis Schaden hinterließ um dessen Handhabung es nun (vielleicht bzw. auch) geht. Wobei charakteristischerweiseselbst und gerade der/ein ökonomische/r Ausgleich oder Ersatz nicht hinreichen (bereits sein Versuch eventuell sogar zusätzlich beleidigend sein) kann.

Mehr noch als die Bitte um Entschuldigung - wie auch immer sie aussehen bis vorgetragen werden mag - ermöglicht, will oder ist ja deren Gewährung mehr/ bzw. noch etwas anspruchvolleres als ein Kommunikativer Akt (und sei er immerhin das rituelle Aussprechen der 'Absolve'-Formel, selbst am geheiligten Ort).

Besonders gerne mit Entschuldigung vermischt bis vertauscht werden Schuld(en)erlass, verschweigen, Vergessen, Ignorieren und Vergebung, die es kaum sein und nicht einmal immer werden können.

 

Entschuldigung - gar/gerade jene für das eigene Dasein muss weder so frustriert noch so totalitär ausgeschlossen sein, werden, bleiben wie der tieferliegenden Fuchslocjbastei zorning-stolzer Impetus nahe legen kann, der dem/der anderen (möglichst verborgen nullsummenparadigmatisch scharf) die Tauglichkeit abspricht. Insbesondere Gesellschaft, in erweiternder Verschärfung der Fragestellung gegenüber Gemeinschaften, versucht bzw. hat Ignorierungsmöglichkeiten und Cooperationsnotwendigkeiten ihrer Angehörigen untereinander zu regeln.

 

Hofknicks - auf Texanisch - als Reverenz der BrautEntschuldigung bitte - die Braut lässt i/Ihren besten Hofknicks und Dank bestellen!

Dabei, dennoch und also sind alle drei 'Wunderworte' bzw. gar qualifizierten Haltungen keineswegs zweckfrei und sind, gar besonders wirkmächtige, Anreize, die keinewegs über die reziproke und selbst in ihrer Asymmetrie wechselseitige aufeinander Bezogenheiten des Tauschhandels erhaben sind/werden.

Nur sind/werden manche bis zu viele Leute bekanntlich davon überzeugt: Respekt bestehe und äußeresich in demjenigen unmittelbar benachbarten Verhalten, das jemand (respektive vorgeblich bis tatsächlich sogar jeder Mensch - meines bis unseres aktuellen Erachtens) erwartet bis (und sei es auch noch so ausdrücklich oder heimlich) verlangt. - Auch nicht gerde wenige Menschen sind (gar daher – zumal situativ) der, gar irrigen, Aufassung bzw. in Versuchung tieferliegend durchzusetzen, dass entweder das (namentlich des(der Anderen) Affizieren 'draußen' drunten oder die soziale bis tauschhändlerisch verzweckende (eigene bzw. fremde) 'innere' Beeinflussbarkeit das/von Übel seien.

 

 

Wir vermögen durchaus manche Misetaten von Menschen, insbesondere an/gegen uns, zu vergeben – ohne die dazu entschuldigen oder gar vergessen machen/lassen zumüssen, oder auch nur zu dürfen.

 

 

 

 

 

 

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Ihre Burgführerin mit stehts befragbarem Todesadler ist bereits da(bei ...) ; Es gibt Menschen, die es nicht notwendigerweise böse meinen, sondern die Böses tun – und das sind nicht immer 'nur' wenige.

 

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